BERUFE

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FRAUEN UND MÄNNER AM ARBEITSMARKT

grüner Pfeil nach rechtsMedien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk

Fast zwei Drittel der Beschäftigten sind Männer

Beschäftigte

Der Frauenanteil im Berufsbereich „Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk“ beträgt 38 %. Besonders groß ist die Geschlechterdiskrepanz in der „Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus“: Nur jedeR fünfte Beschäftigte ist hier eine Frau (20%). Der einzige Bereich, welcher (leicht) weiblich dominiert wird, ist jener der „Bibliotheken, Archive, Museen, botanische und zoologische Gärten“ umfasst (Frauenanteil: 56%).

Unselbstständige Beschäftigung Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk 2014, Österreich

Diagramm

Beschäftigungsentwicklung

Während die Anzahl der Frauen in „Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk“ im Zeitraum von 2011 bis 2014 leicht zugenommen hat (+1,6%), nahm die Anzahl der Männer fast in gleichem Ausmaß ab (-1,8%). Insgesamt blieb der Beschäftigungsstand annähernd gleich (-0,5%).

Zeitreihe 2011-2014 Gesamtbereich Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk, Österreich

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Lehrlinge

Lehrlinge des Bereichs „Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk“ gehen überwiegend einer Ausbildung zur/zum Medienfachmann/-frau mit Schwerpunkt Mediendesign nach: Auf 315 Personen bzw. knapp ein Viertel (22%) der Lehrlinge dieses Berufsbereichs trifft dies zu. Gleichzeitig besteht in dieser Lehrlingssparte auch eine leichte Überzahl an Frauen (54%). Das stärkste Ungleichgewicht findet sich jedoch unter den PapiertechnikerInnen: Nur 6% der 116 Lehrlinge dieser Sparte sind Frauen.

Lehrlinge Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk 2014, Österreich

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...und das sagen die ExpertInnen

Unter BerufsfotografInnen bestehen Geschlechterunterschiede hinsichtlich der Arbeitsvolumen bzw. -zeiten: Während Frauen meist nicht exklusiv, sondern in Teilzeit als Berufsftografinnen arbeiten, sind ihre männlichen Kollegen wesentlich häufiger in Vollzeit beschäftigt.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in der Fotografie problematisch, da die meisten BerufsfotografInnen selbständig tätig sind und beruflich ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich ist. Zudem besteht bei einem zeitweiligen Ausstieg die Gefahr, dass KundInnen abwandern und künftig jemand anderen engagieren.

Die Entwicklung der Fotobranche wird eher pessimistisch eingeschätzt. Die berufliche Situation ist bereits jetzt schwierig, da es zu wenig Jobs für zu viele BerufsfotografInnen gibt. Die angespannte Situation wird verschärft durch den Trend zum Gebrauch von „Stock-Agencies“, welcher zu einem Rückgang der Auftragsfotografie führt. Außerdem verringern sich aufgrund des starken Wettbewerbs zunehmend die Erträge für die Abgabe von Bildrechten, was zu Umsatzeinbußen führt.

Das Interesse von Frauen am Berufsbereich „Grafik-, Druckvorstufe- und Buchbinderei“ ist im Steigen begriffen. Teilgebiete, in denen körperlich anstrengende Arbeit geleistet wird (z.B. Offsetdruck, Druckvorstufe), sind jedoch weiterhin männerdominiert.

Die Konkurrenz innerhalb der Druckbranche ist groß und viele Druckereien können dem gesteigerten Preisdruck durch Internetanbieter nicht standhalten. Die Anzahl der Lehrlingsplätze geht aufgrund der schwierigen Situation in der Branche kontinuierlich zurück. Während Arbeitsspitzenzeiten werden viele freie MitarbeiterInnen beschäftigt, von denen ein Großteil Frauen sind.


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© AMS Österreich Juni 2019