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FRAUEN UND MÄNNER AM ARBEITSMARKT

grüner Pfeil nach rechtsBüro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit

Frauenanteil: 55 %

Beschäftigte

2014 waren 55 % der Beschäftigten in diesem Berufsbereich Frauen. Die höchsten Frauenanteile waren mit 80 % im Bereich „Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung“ bzw. mit 63 % bei „Interessenvertretungen sowie kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen (ohne Sozialwesen und Sport)“ zu verzeichnen. Die Bereiche „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ und „Wach- und Sicherheits-dienste sowie Detekteien“ weisen mit rund 26 % bzw. 27 % den geringsten Frauenanteil innerhalb der Tabelle auf.

Unselbständig Beschäftigte Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit 2014, Österreich

Diagramm

Beschäftigungsentwicklung

Die Zahl der weiblichen Beschäftigten hat 2014 gegenüber 2011 um 4,0 % zugenommen, während bei den Männern ein leichter Beschäftigungsrückgang von 1,0 % zu verzeichnen war.

Zeitreihe 2011-2014 Gesamtbereich Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit, Österreich

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Lehrlinge

Bei den Lehrberufen in diesem Berufsbereich waren 2014 rund 70 % der Lehrlinge weiblich. Anteilsmäßig am meisten Frauen erlernten die Berufe RechtskanzleiassistentIn (89 %), Betriebsdienstleistungskaufmann (82 %) sowie Finanzdienstleistungskauffrau/-mann (80 %).

Lehrlinge Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit 2014, Österreich

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Beschäftigungsformen

Die Teilzeitquote ist bei Frauen in allen drei der angeführten Berufsbereiche um ein Vielfaches höher als bei Männern. Der größte Unterschied zeigt sich im Bereich „Grundstücks- und Wohnungswesen“. Während von den 14.400 Frauen 50,5 % eine Teilzeitbeschäftigung haben, liegt dieser Anteil bei den 12.400 Männern im statistisch nicht interpretierbaren Bereich.

Sonderformen der Arbeitszeit

Im Bereich der „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ sind Männer häufiger von Sonderformen der Arbeitszeit betroffen als Frauen. Die 61.600 männlichen Erwerbstätigen nennen vor allem Arbeit zu Hause (33,2 %) und Abendarbeit (31,3 %). Bei den 68.500 weiblichen Erwerbstätigen steht in diesem Zusammenhang mit 13,4 % ebenfalls die Arbeit von zu Hause aus an der ersten Stelle.

Von Sonderformen der Arbeitszeit im Grundstücks- und Wohnungswesen sind Männer nur um wenig mehr als Frauen betroffen. Der deutlichste Unterschied besteht bei der Abendarbeit, bei der von den 17.600 Männern 39,0 % betroffen sind und von den 17.900 Frauen (stark zufallsbehaftet) 20,3 %.

Im Berufsbereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ sind wiederum die 62.000 Männer deutlicher von Sonderformen der Arbeitszeit betroffen. Dabei handelt es sich vor allem um Samstagsarbeit (42,7 %) und Abendarbeit (31,6 %). Die 76.600 Frauen berichten am häufigsten von Samstagsarbeit (27,0 %).

Einkommen

Das Bruttojahreseinkommen von Frauen liegt im Bereich „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ mit 44.923 Euro bei rund 70 % des Einkommens der Männer, im Bereich „Grundstücks- und Wohnungswesen“ mit 32.030 Euro bei 71 % und im Bereich der „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ war der Einkommensunterschied mit 26.343 Euro (= 84 %.) am geringsten.

Berufsnachfrage

In den letzten beiden Jahren vor der Durchführung des AMS Großbetriebs-Monitorings 2013/14 wurden am häufigsten Bürokaufmänner/-frauen (1.896), VerkaufsmanagerInnen (1.045) sowie VerwaltungsassistentInnen (737) eingestellt. Bürokaufmann/ -frau ist zudem der Beruf mit der höchsten Anzahl der Nennungen innerhalb der Vergleichsgruppe.

Berufsnachfrage TOP 10 im Berufsbereich Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit, Österreich

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Berufsdynamik

Im Berufsbereich Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit wurden hinsichtlich der Berufsdynamik fast alle Berufe weniger als zehnmal genannt. Nur KalkulantIn wurde insgesamt zwölfmal angeführt, bei einer Bedarfsentwicklung von 2,17 (Quelle: AMS-Betriebsbefragung 2013/14).

...und das sagen die ExpertInnen

Im Bereich Telemarketing ist es zurzeit außerhalb des Technikbereiches generell schwer, einen Job zu finden. In Wien ist das noch wesentlich leichter als in den Bundesländern. In der Branche ist der Anteil der Teilzeitarbeit sehr hoch, vor allem bei MigrantInnen. Es sind sehr viele Callcenter und Marketingabteilungen aus Kostengründen ins Ausland ausgelagert worden.


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© AMS Österreich Juni 2019