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FRAUEN UND MÄNNER AM ARBEITSMARKT

grüner Pfeil nach rechts_alt_20150702_Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft

Besonders große Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern

Beschäftigte

In diesem Berufsfeld stellen Frauen 35 % der unselbstständig Beschäftigten. Demnach ist dieser Bereich zahlenmäßig eher männerdominiert.

Unselbstständige Beschäftigung Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft 2011, Österreich

Diagramm

Beschäftigungsentwicklung

Von 2008 bis 2011 ist die Beschäftigung sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern um jeweils 8 % gestiegen. Während die Zahl der weiblichen Beschäftigten in diesem Zeitraum stetig zugenommen hat, war bei den männlichen Beschäftigten 2009 ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Zeitreihe 2008-2011 Gesamtbereich Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft, Österreich

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Ausbildung

Die vorherrschenden Qualifikationsniveaus sind bei den Frauen Pflichtschule (35 %) bzw. Lehre (34 %). Männer haben in den meisten Fällen eine Lehre (41 %) oder eine berufsbildende mittlere Schule (34 %) absolviert. In absoluten Zahlen ausgedrückt umfassen die jeweils größten Gruppen bei den weiblichen Beschäftigten 31.000 Personen (Pflichtschulabschluss) und bei den männlichen Beschäftigten 46.500 Personen (Lehrausbildung). Für höhere Schulen und Hochschulen liegen für diesen Berufsbereich keine Werte vor.

Einkommen

Das Jahreseinkommen von Frauen beträgt 18.600 Euro brutto und liegt damit bei nur 60 % des Einkommens von Männern.

Beschäftigungsformen

Die Teilzeitquote beträgt bei den Frauen 36,8 %. Aufgrund der geringen Fallzahl (kleiner als 6.000) ist dieser Wert nur unter Berücksichtigung der damit verbundenen Schwankungsbreite zu interpretieren. Für die Männer wird hierzu in der Statistik gar kein Wert angegeben, weswegen von weniger als 3.000 männlichen Teilzeitbeschäftigten auszugehen ist.

Sonderformen der Arbeitszeit

Die 20.400 männlichen Erwerbstätigen in der Branche „Land- und Forstwirtschaft; Fischerei“ sind mit jeweils 84,5 % am meisten von Samstags- bzw. Sonntagsarbeit betroffen. Von den 13.200 weiblichen Beschäftigten werden als häufigste Sonderformen der Arbeitszeit ebenfalls Samstagsarbeit (82,8 %) und Sonntagsarbeit (67,7 %) genannt.

Physische und psychische Belastungsfaktoren

45,6 % der 107.400 Männer und 36,5 % der 101.500 Frauen in der „Land- und Forstwirtschaft“ berichten, dass sie im Arbeitsalltag mit schweren Lasten hantieren und dadurch belastet sind. An zweiter Stelle steht bei männlichen Erwerbstätigen Kälte (34,5 %). Bei weiblichen Erwerbstätigen sind Schwierige Körperhaltungen bzw. Bewegungsabläufe am zweithäufigsten (26,4 %). Männer sehen sich physischen Belastungsfaktoren insgesamt in einem stärkeren Maß ausgesetzt als Frauen.

Zeitdruck oder Überbeanspruchung sind für die Beschäftigten in diesem Berufs¬bereich seelisch am meisten belastend: 21,9 % der Frauen und 26,5 % der Männer sind davon betroffen. Andere Faktoren spielen hier eine untergeordnete Rolle.


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