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Wirtschaftsniveau Gemessen an der EinwohnerInnenzahl weist das Burgenland im Bundesländervergleich die geringste wirtschaftliche Leistung auf. Das Bruttoregionalprodukt (Gesamtheit aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Jahr erstellt werden) betrug im Jahr 2010 23.200,- Euro und liegt damit weit unter dem österreichischen Durchschnitt von 34.100,- Euro. Positiv hat sich die Kaufkraft (verfügbares Jahreseinkommen nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung) entwickelt. War das Burgenland 2010 im nationalen Vergleich noch Schlusslicht, konnte es 2011 einen Kaufkraftzuwachs von 3,7 % verzeichnen und liegt damit um 1 % über dem gesamtösterreichischen Wert. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass jede/r BurgenländerIn im Jahr 2011 durchschnittlich um 500,- Euro mehr zur Verfügung hatte als noch im Vorjahr. Regional betrachtet stieg die Kaufkraft vor allem im Nordburgenland, allen voran im Bezirk Eisenstadt. Die Wirtschaftsstruktur des Burgenlandes unterliegt seit Ende der 1980er Jahre mit der Öffnung nach Ost- und Mitteleuropa anhaltenden Veränderungen. Bis dahin war das Burgenland im Vergleich zum übrigen Österreich wirtschaftlich am wenigsten entwickelt. Drei Branchen - die Land- und Forstwirtschaft, Bergbau und Bauwesen und die Herstellung von Waren – prägten das Land und tragen nach wie vor einen wichtigen Teil zur Wertschöpfung bei. Laut einer Studie des Arbeitsmarktservices Österreich, durchgeführt vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) werden mit Ausnahme des Bauwesens diese Branchen langfristig jedoch an Bedeutung verlieren. Jene Branchen, die 2012 und im Beobachtungszeitraum bis 2016 die Wirtschaft im Burgenland dominieren sind der Handel, das Gesundheits-, Sozial- und Unterrichtswesen, die öffentliche Verwaltung und der Tourismus. Handelsbetriebe sind mit 14.100 MitarbeiterInnen (Stand 2012) und der höchsten Dichte an Betriebsstätten die größten ArbeitgeberInnen des Landes und werden dies auch bis 2016 bleiben. Im Nord- und Südburgenland gibt neben dem Handel der Tourismus den Ton an. Im Mittelburgenland finden sich vor allem Betriebe aus der Baubranche. Siehe dazu auch Arbeitsmarktprofil Burgenland 2011 In Bezug auf die Beschäftigung war das Burgenland im letzten Jahrzehnt eine begünstigte Region. Wie eine Studie des Arbeitsmarktservices Österreich, durchgeführt vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), zeigt wird sich diese positive Beschäftigungsentwicklung auch bis 2016 fortsetzen. In den nächsten vier Jahren wird mit einem Plus von durchschnittlich 3.800 Stellen über alle Berufsbereiche hinweg gerechnet. Neue Arbeitsplätze entstehen im Gesundheits- und Sozialbereich, vor allem in der Alten- und Seniorenpflege. Die Ursache dafür liegt in der demografischen Entwicklung hin zu einer älteren Bevölkerung und einer höheren Lebenserwartung. Durch die zunehmende Kaufkraft der BurgenländerInnen steigt auch der Personalstand im Einzelhandel und im Tourismus. Der Personalmangel im Unterrichtswesen hat sich auch im Burgenland manifestiert: hier besteht ein großer Bedarf an ErzieherInnen und Lehrkräften aller Schulformen. Unternehmensbezogene Dienstleistungen, wie z. B. Gebäudebetreuung, Wachdienste und Werbeagenturen, sind hinsichtlich des Beschäftigtenanteils bislang unterrepräsentiert, haben sich jedoch sehr dynamisch entwickelt. Zwischen 2010 und 2016 wird einen Beschäftigungszuwachs von bis zu 5 % prognostiziert, vor allem in der Informationstechnologie und der Überlassung von Arbeitskräften. Ein Rückgang an MitarbeiterInnen ist bis 2016 vor allem in der Sachgütererzeugung zu erwarten. Dazu zählen die Bereiche der Metallerzeugung, der Elektronik und der Energieversorgung. Durch die geografische Nähe zu Ost- und Mitteleuropa war und ist das Burgenland eine traditionelle Region für Arbeitsmigration. Auf Basis der Daten der österreichischen Sozialversicherungsträger liegt der Anteil an ausländischen, unselbstständigen Beschäftigen mit 16,8 % deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 14,3 % (beide Stand 2011). Hinsichtlich des Qualifikationsniveaus haben im Burgenland vor allem Personen mit Lehr- oder Fachschulabschluss gute Chancen am Arbeitsmarkt. Personen mit dieser Ausbildung waren und sind weiterhin im Büro, Verkauf und Tourismus gefragt. Bis 2016 wird sich jedoch auch der Bedarf an MitarbeiterInnen mit einem Hochschul- bzw. akademischen Abschluss, vor allem in technischen Berufen und im Gesundheitssektor, erhöhen. Trotz der österreichweit bemerkbaren Tendenz zum Abbau von Anlernkräften werden diese Tätigkeiten im Burgenland, vor allem im Dienstleistungsbereich, vorerst noch steigen. Der Anteil an Teilzeitbeschäftigten im Burgenland wird generell zunehmen. Im gesamtösterreichischen Vergleich haben Frauen im Burgenland sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das WIFO prognostiziert für diese Personengruppe bis 2016 3.700 neue Beschäftigungsverhältnisse. Diese entstehen vor allem im Dienstleistungssektor, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Einzelhandel. Nachfrage der Berufsbereiche basierend auf der Inseratenanalyse (Burgenland)
Die Inseratenanalyse aus dem Jahr 2011 bestätigt die oben beschriebene Entwicklung der Berufe im Burgenland. Die Berufsbereiche Handel und Verkauf sowie Hotel- und Gastgewerbe sind äußerst dynamische Berufsbereiche. Auch das AMS-Großbetriebsmonitoring listet zwei Berufe dieser Berufsbereiche unter die Top 5 – verstärkt nachgefragt werden vor allem der/die Restaurantfachmann/-fachfrauen und Koch/Köchin. Im Berufsbereich Bau, Baunebengewerbe und Holz ist der Personalbedarf im Burgenland noch immer relativ hoch, hier zählt der/die und MaurerIn zu den gefragtesten Berufen. Der Berufsbereich Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht ist stark auf den Raum Eisenstadt konzentriert. Bürokaufmänner/-frauen werden vor allem in dieser Region nachgefragt. Dynamische Berufe laut AMS-Großbetriebsmonitoring
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| © AMS Österreich Februar 2013 |
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