BERUFE

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TRENDS IN DER BERUFSOBERGRUPPE

ein Pfeil nach rechtsWissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung zwei Pfeile nach rechtsNaturwissenschaften, Medizinische Forschung

Arbeitsmarkttrends

Ausgezeichnete Arbeitsmarktchancen für qualifizierte NaturwissenschafterInnen

Die Beschäftigungssituation für AbsolventInnen naturwissenschaftlicher und medizinischer Studienrichtungen ist weiterhin sehr gut. Der Life Science-Sektor verzeichnet Rekordumsätze.
 
Auch im Bereich der medizinischen Forschung breitet sich die Digitalisierung rasant aus, wobei viele ForscherInnen laut ExpertInnenmeinung noch Aufholbedarf in digitalen Kompetenzen haben. Für die berufliche Karriere ist das Publizieren von eigenen Forschungsarbeiten eine Notwendigkeit. Der Grad der Fachspezialisierung steigt, gleichzeitig müssen enorme Mengen an Fachliteratur bewältigt werden.
 
Die Bedeutung von medizinischen Daten (Stichwort Big Data) nimmt rasant zu. Durch den Zugang zu neuen Datenquellen und deren Vernetzung ergeben sich neue Forschungsfelder, die sich mit strengeren Datenschutzregeln konfrontiert sehen (Stichwort Zugang zu PatientInnendaten). Der große Trend der nächsten Jahre ist die personalisierte Medizin, also das Eingehen auf die individuelle physische Konstitution des/der PatientIn. Das Ziel sind maßgeschneiderte Therapien, in denen z.B. die individuelle genetische Disposition oder die geschlechtsspezifische Wirkung von Medikamenten berücksichtigt werden. Für die nächsten drei bis fünf Jahre werden die Jobaussichten für ÄrztInnen in der medizinischen Forschung als sehr gut bezeichnet.
 
Die Medizininformatik ist ein nicht mehr wegzudenkender und zukunftsträchtiger Teilbereich der Medizin geworden. Hier bestehen nicht nur für MedizinerInnen, GenetikerInnen und MikrobiologInnen gute Beschäftigungsaussichten, sondern auch für MathematikerInnen und InformatikerInnen.
 
Rekordumsätze im Life Science-Sektor
Auch 2017 (aktuellste Daten) hat sich der österreichische Life Science-Sektor wieder sehr positiv entwickelt und einen Umsatz von über 22 Mrd. Euro erreicht, was einem Anstieg von 17 % zum Vorjahr entspricht. Mehr als 9.000 Unternehmen mit knapp 55.500 MitarbeiterInnen sind in der Branche tätig. Die Branche besteht aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie und Pharma. Mit mehr als 550 Unternehmen und 26.630 MitarbeiterInnen ist die Medizintechnik der größte Bereich der Life Sciences.
 
Pharmaindustrie als starke Zukunftsbranche
Laut einer Studie könnte sich der Pharmamarkt in Österreich zwischen 2015 und 2030 von 2,9 auf 5,2 Mrd. Euro Umsatz fast verdoppeln. Selbst in gesättigten Märkten wie im deutschsprachigen Raum liege noch erhebliches Potenzial für die Pharmabranche. Die Digitalisierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle im Gesundheitsmarkt. Auch 2030 dürften klassische Pharmaverkäufe den größten Teil des Marktes ausmachen, der Anteil von Gesundheits-IT-Lösungen wird am Gesamtmarkt deutlich zunehmen und 2030 ein ähnliches Niveau wie klassische Pharmaverkäufe erreichen.
 
Naturwissenschaften
Ein großes Beschäftigungspotenzial sehen ExpertInnen für AbsolventInnen technisch-naturwissenschaftlicher Studienrichtungen. Aufgrund der Dynamik in der Produktentwicklung ergeben sich beispielsweise für (technische) PhysikerInnen gute Jobmöglichkeiten. Neben der universitären Forschung bieten sich im Industriesektor, z.B. in der Medizintechnik, Materialwissenschaft, Optik und Elektrotechnik, vielfältige Einsatzgebiete. Grundsätzlich werden von ExpertInnen die Jobaussichten für PhysikerInnen im technischen Bereich wesentlich höher angesehen als für jene im theoretischen Bereich. Die AbsolventInnenzahlen sind niedrig und die Konkurrenz um Arbeitsplätze daher nicht groß.
 
Auch MathematikerInnen bieten sich großteils sehr gute berufliche Möglichkeiten. Da universell einsetzbare Fähigkeiten wie abstrakte Problemlösungskompetenz oder analytisches Denken auch in anderen Branchen zunehmend geschätzt werden, verbreitern sich die Arbeitsmöglichkeiten.
 
Die Geowissenschaften umfassen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Fächern, und dementsprechend breit sind auch die Einsatzmöglichkeiten für GeowissenschafterInnen: in geowissenschaftlichen IngenieurInnenbüros, in der Industrie, im öffentlichen Dienst und in der Forschung.


Kurztext

Vergleiche auch
zwei Pfeile nach rechtsBiotechnologie, Chemie, Kunststoffproduktion
 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
Berufe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Naturwissenschaften, Medizinische Forschung prognostiziert derzeit AMS-Stellen
      2017 2016 aktuell im eJob-Room
Pfeil nach oben
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-
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AMS Funkmaus
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180
135
6
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1 Quadrat
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Pfeil nach oben
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Pfeil nach oben
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gleichbleibend
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gleichbleibend
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4
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2
AMS Funkmaus
gleichbleibend
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13
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AMS Funkmaus
gleichbleibend
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13
AMS Funkmaus


zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room




Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb der Berufsobergruppe
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage AMS 2017 und 2016
aus: AMS Statistik; beim AMS gemeldete freie Stellen, Gesamtjahr 2017 bzw. 2016.

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS, aktuell im eJob-Room:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom .
Job suchen: Klicken Sie auf die AMS-Maus!


 
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drei Pfeile nach rechtsAgrarwissenschafterIn zwei Pfeile nach rechts Landbau, Viehwirtschaft, Tierbetreuung; Umweltconsulting, -forschung und -pädagogik
drei Pfeile nach rechtsBioinformatikerIn zwei Pfeile nach rechts Softwaretechnik, Programmierung
drei Pfeile nach rechtsBiomedizinischeR AnalytikerIn zwei Pfeile nach rechts Gehobene medizinisch-technische Dienste
drei Pfeile nach rechtsBiotechnologe/-technologin zwei Pfeile nach rechts Biotechnologie, Chemie, Kunststoffproduktion; Lebensmittelherstellung
drei Pfeile nach rechtsBiowissenschafterIn zwei Pfeile nach rechts Umweltconsulting, -forschung und -pädagogik
drei Pfeile nach rechtsChemieverfahrenstechnikerIn zwei Pfeile nach rechts Biotechnologie, Chemie, Kunststoffproduktion
drei Pfeile nach rechtsChemikerIn zwei Pfeile nach rechts Biotechnologie, Chemie, Kunststoffproduktion
drei Pfeile nach rechtsCompliance-ManagerIn zwei Pfeile nach rechts Bank-, Finanz- und Versicherungswesen; Management, Organisation
drei Pfeile nach rechtsGeowissenschafterIn zwei Pfeile nach rechts Umweltconsulting, -forschung und -pädagogik
drei Pfeile nach rechtsKlinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe, Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin zwei Pfeile nach rechts Soziale Betreuung, Beratung, Therapie
drei Pfeile nach rechtsMedizinischeR DokumentationsassistentIn zwei Pfeile nach rechts Sozial- und Gesundheitsmanagement
drei Pfeile nach rechtsMolekularbiologe/-biologin zwei Pfeile nach rechts Biotechnologie, Chemie, Kunststoffproduktion
drei Pfeile nach rechtsÖkologe/Ökologin zwei Pfeile nach rechts Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei; Landbau, Viehwirtschaft, Tierbetreuung; Umweltconsulting, -forschung und -pädagogik
drei Pfeile nach rechtsProjektassistentIn in der Forschung zwei Pfeile nach rechts Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften; Sekretariat, Kaufmännische Assistenz; Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
drei Pfeile nach rechtsPsychologe/Psychologin zwei Pfeile nach rechts Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften; Soziale Betreuung, Beratung, Therapie


 

Kompetenztrends

Gute IT-Kenntnisse wichtig, soziale Kompetenzen vermehrt gefragt

In dem Maße, in dem die sich rasch entwickelnden Computertechnologien zu einer Grundlage moderner Forschung und Entwicklung geworden sind, stellen gute Informatikkenntnisse ein wichtiges Arbeitswerkzeug für NaturwissenschafterInnen dar, aber auch Soft Skills gewinnen an Bedeutung.
 
Analyse und Lösung von Problemen
Innovative Lösungen für Probleme gelingen in zunehmendem Maße durch interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wie in anderen Forschungsbranchen bringt die Digitalisierung speziell auch in den Naturwissenschaften neue Möglichkeiten und Herausforderungen mit sich. Das betrifft insbesondere die Analyse der stark steigenden Datenmengen (Stichwort Big Data) und die Verwendung von passenden Datenanalyse-Methoden. Die Medizininformatik findet u.a. in der medizinischen Diagnostik, Behandlung und Forschung sowie in der Digitalisierung, Archivierung und im Austausch medizinischer Daten Einsatz. Für Beschäftigte, die im Schnittstellenbereich Medizin und Biotechnologie tätig sind (z.B. Neuroprothetik, telemedizinische Anwendungen), werden zunehmend auch Kenntnisse aus dem Bereich der Mikroelektronik bzw. Medizintechnik erforderlich.
 
Bei MathematikerInnen und PhysikerInnen werden Problemlösungskompetenzen und facheinschlägige EDV-Kenntnisse (z.B. MatLab, CAE-Software) in der Regel vorausgesetzt. Je nach Arbeitsschwerpunkt sind Qualifikationen im Bereich Ökonometrie und Statistik bzw. Industriemathematik hilfreich. Für PhysikerInnen sind Kenntnisse auf dem Gebiet der Materialwissenschaften, der Telekommunikation oder auch in den Forschungsgebieten Quantenoptik und Elektromobilität von Bedeutung. Programmierkenntnisse sind ebenfalls von Vorteil.
 
Viele GeowissenschafterInnen arbeiten als BeraterInnen und erstellen Baugrundbewertungen, schätzen Naturrisiken ein oder bewerten Altlastensanierungen. Der Trend in Richtung Digitalisierung und Modellierung (z.B. Erstellung von Klimamodellen oder 3D-Bildern) bietet Personen mit Kompetenzen im Bereich Computersimulation gute Beschäftigungsmöglichkeiten.
 
Soft Skills
Die Zusammenarbeit von WissenschafterInnen in international zusammengesetzten Teams setzt interkulturelle Kompetenz voraus sowie exzellente (Fach-)Englischkenntnisse. Grundlegende (betriebs-)wirtschaftliche und Projektmanagement-Kenntnisse sind bei der Abwicklung von Forschungsprojekten hilfreich. Weiters sind Kompetenzen in der Antragsstellung für Drittmittel und Publikationskenntnisse von entscheidendem Vorteil.


Kurztext

 
Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Fachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsStatistikkenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsProgrammiersprachen-Kenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsEnglisch Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsFörderungsakquisition Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsStatistische Datenanalyse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsBiotechnologie-Kenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsMedizintechnik-Kenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsMedizinische Informations- und Dokumentationssysteme Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsQualitätsmanagement-Kenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsCAE-Kenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsWissenschaftliches Fachwissen Technik und Formalwissenschaften Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsKenntnis wissenschaftlicher Arbeitsmethoden gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsLabormethodenkenntnisse gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsWissenschaftliches Fachwissen Naturwissenschaften gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsBetriebswirtschaftskenntnisse gleichbleibend 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsPharmazeutikkenntnisse gleichbleibend 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsHumanmedizin gleichbleibend 1 Quadrat


Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Überfachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsInterdisziplinäre Zusammenarbeit Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKommunikationsstärke Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsAnalytische Fähigkeiten gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsInterkulturelle Kompetenz gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsTeamfähigkeit gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsProblemlösungsfähigkeit gleichbleibend 1 Quadrat




Prognose für das Jahr 2022:
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Bedeutung am Arbeitsmarkt:
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
© AMS Österreich Juni 2019