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Arbeitsmarkttrends

Stabilisierung nach Talfahrt durch Nischenproduktion

Im Kampf gegen Billigimporte setzt der Bekleidungs- und Textilbereich auf Nischenprodukte und Maßanfertigungen. Nach dem Rückgang der Beschäftigungszahlen in den vergangenen Jahren rechnen BranchenexpertInnen im Prognosezeitraum mit einer Stabilisierung des Personalstandes.
 
Umsatz und Beschäftigung schwanken
Weitere Verlagerungen von Produktionsstätten ins Ausland sind nicht ausgeschlossen, werden jedoch nicht mehr in dem Ausmaß der vorangegangenen Jahre erwartet. Die Beschäftigungszahlen der Textilindustrie sind im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (-2,6 %), Umsätze (+1,9 %) und Exporte (+5,0 %) haben leicht zugenommen. Auch in der Bekleidungsindustrie sind die Exporte seit 2014 kontinuierlich angestiegen. In der Bekleidungsindustrie haben sich im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr auch Umsatz- (+6,5 %) und Beschäftigungszahlen (+7,2 %) erhöht.

Technische Textilien, Ökologie und Nachhaltigkeit
Im Betrachtungszeitrum bis 2022 ist weiterhin mit starkem Preisdruck (v.a. durch Billigimporten aus Niedriglohnländern) zu rechnen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, produzieren viele österreichische Textil- und Bekleidungsunternehmen Spezial- bzw. Nischenprodukte. BranchenexpertInnen setzen auch Hoffnungen auf ein neues Bewusstsein der KonsumentInnen für ökologisch verträgliche, nachhaltige und lokal produzierte Textilprodukte. Technische Textilien werden in erster Linie wegen ihrer funktionalen Eigenschaften erzeugt. Sie schaffen auch Querverbindungen mit anderen Sektoren, wie der Kunststoff-, Elektro- und Metalltechnik, weil Textilien häufig mit anderen Werkstoffen kombiniert werden. Sie werden z.B. in der Medizin, Auto-, Flugzeug- und Raumfahrtindustrie sowie im Baubereich eingesetzt. Dieses Segment macht rund die Hälfte am Gesamtumsatz der Textilindustrie aus. BranchenexpertInnen sehen hier weiteres Wachstumspotenzial. Dieser Trend hebt laut eines Branchenexperten den Bedarf an qualifizierten TextiltechnikerInnen im Beobachtungszeitraum bis 2022.

Stabile Auftragslage mit optimistischen Aussichten
Der Bereich der „Mode- und Bekleidungstechnik“ verzeichnet seit dem Jahr 2013 einen Aufschwung an Betriebsneugründungen (2018, +9,1 %), allerdings haben 97 % der Betriebe nicht mehr als neun Beschäftigte. Die Beschäftigungszahlen sind 2017 leicht gesunken (7.979, -0,94 %). Dennoch formuliert eine Branchenexpertin optimistische Zukunftsaussichten: Der Wunsch von KonsumentInnen nach lokalen Maßanfertigungen könne zu einer stabilen Auftragslage der Gewerbebetriebe in der Sparte „Mode- und Bekleidungstechnik“ führen. Auch wird die Branche für QuereinsteigerInnen immer interessanter.

Qualifizierte AllrounderInnen gesucht
Höher qualifizierte AllrounderInnen (z. B. TextiltechnikerInnen, TextilchemikerInnen) sind aktuell und im Prognosezeitraum bis 2022 stark gefragt. Sowohl Lehrlinge, als auch erfahrene Fachkräfte können, können laut BranchenexpertInnen, mit guten Beschäftigungschancen rechnen. Besonders Lehrlinge werden in manchen Betrieben dringend gesucht. Die Schwierigkeit Lehrlinge zu finden, hängt nach Meinung von BranchenexpertInnen u.a. mit dem Image der Branche zusammen. Technische Textilien etwa werden in der Öffentlichkeit eher mit der Auto- anstatt mit der Textilindustrie verbunden.
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Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe Arbeitskräfte-Nachfrage Offene Stellen im eJob-Room Offene Stellen
 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
Berufe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Bekleidungsherstellung, Textilerzeugung und -verarbeitung Prognose derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
      Rück blick 2019 2018 2019 2018 aktuell
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Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
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AMS Funkmaus
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Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
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AMS Funkmaus
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Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
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AMS Funkmaus

Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
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zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
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gleichbleibend
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tendenziell sinkend
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sinkend
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Aufgrund der Corona-Krise dzt. keine Einschätzung möglich:
keine Angabe
Fragezeichen Symbol
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb der Berufsobergruppe
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Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2019 bzw. 2018
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2019 bzw. 2018
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 02.07.2020.

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Diese Berufe finden Sie (auch) ... ... in diesen Berufsobergruppen
drei Pfeile nach rechtsBekleidungsgestalterIn zwei Pfeile nach rechts Bildende Kunst, Fotografie; Darstellende Kunst, Musik; Rundfunk, Film und Fernsehen
drei Pfeile nach rechtsHilfskraft in der Textil- und Lederwarenerzeugung (m/w) zwei Pfeile nach rechts Anlern- und Hilfsberufe Textil
drei Pfeile nach rechtsModedesignerIn zwei Pfeile nach rechts Grafik, Design
drei Pfeile nach rechtsNäherIn zwei Pfeile nach rechts Anlern- und Hilfsberufe Textil
drei Pfeile nach rechtsZuschneiderIn und StanzerIn zwei Pfeile nach rechts Anlern- und Hilfsberufe Textil


 

Kompetenztrends

Innovationsbereitschaft und branchenübergreifende Kenntnisse gefragt

Automatisierung, Spezialisierung und Internationalisierung der Bekleidungs- und Textilbranche haben die Qualifikationsanforderungen in dieser Berufsobergruppe in den letzten Jahren verändert. Überfachliche Kenntnisse sind zunehmend gefragt.
 
Softwarekenntnisse
Laut BranchenexpertInnen der Wirtschaftskammer Österreich sind schnitttechnisches und handwerkliches Geschick im Bereich der Produktentwicklung sowie zur Sicherung des Qualitätsniveaus und Know-hows unverzichtbar. Für den Entwicklungsbereich sind neben Kreativität und Modedesign-Kenntnissen (insbesondere Gradieren und Schnittoptimierung) ein versierter Umgang mit CAD (computerunterstütztes Design) wichtig. Fachwissen über innovative Materialtechnologie und Mehrwerttextilien ("smart textiles") stellen am Arbeitsmarkt einen Vorteil dar. Von Fachkräften, die in den technischen Produktionsablauf eingebunden sind, werden fundierte Kenntnisse von Produktionssteuerungssystemen – vor allem PPS (Produktionsplanungs- und -steuerungssystem) und CAM (computerunterstützte Fertigung) – sowie Betriebsdatenerfassungssystemen (BDE) erwartet. TextiltechnikerInnen sollten zudem EDV-Anwendungskenntnisse mitbringen.

Wissen über Produkte und Materialien
Für die gesamte Berufsobergruppe sind neben Fingerfertigkeit und Genauigkeit textiltechnisches Wissen und fundierte Produkt- und Materialkenntnisse wichtig. Know-how der neuesten Trends und Anforderungen im betrieblichen Produktbereich sowie technisches Verständnis, analytisches und strukturiertes Denken sind für die Verbesserung von Produktionsprozessen erwünscht.

TextilgestalterInnen entwerfen Muster für Textilien und erstellen auf dieser Grundlage Vorlagen für die maschinelle Verarbeitung. Dafür sind vor allem künstlerische Kompetenzen von Vorteil, etwa im Textil- und Modedesign. In der Maschinstickerei, bei der mittels Stickmaschinen Stickereien an Textilien angebracht werden, sollten TextilgestalterInnen in erster Linie Know-how in der Bedienung und Wartung der Maschinen und Anlagen, die sie benutzen, besitzen.

Branchenübergreifendes Wissen
Aufgrund der Umweltstandards und dem generellen Stellenwert von Ökologie und Nachhaltigkeit in der heimischen Textilindustrie, sind Kenntnisse in diesen Bereichen (z.B. über Ökolabels) sehr gefragt. TextiltechnikerInnen und –chemikerInnen benötigen zunehmend auch branchenübergreifende Kenntnisse, z.B. in den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Elektronik oder IT.

Viele österreichische Textilunternehmen sind exportorientiert ausgerichtet und setzen Fachkräfte auf internationalen Messen ein, um ihre Produkte zu präsentieren. Daher gewinnen Fremdsprachenkenntnisse und Vertriebskenntnisse in dieser Berufsobergruppe an Bedeutung. Für die verstärkte Zusammenarbeit mit KundInnen in der Produktentwicklung stellen KundInnenbetreuungskenntnisse und kommunikative Fähigkeiten wünschenswerte Zusatzqualifikationen dar.
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Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Fachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsBranchenspezifische Produkt- und Materialkenntnisse Pfeil nach oben 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsModedesignkenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsFremdsprachenkenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsVertriebskenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsCAD-Kenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKundInnenbetreuungskenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsTextilherstellungs- und -bearbeitungskenntnisse Pfeil gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsArbeit mit Geräten, Maschinen und Anlagen Pfeil gleichbleibend 3 Quadrate


Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Überfachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsTechnisches Verständnis Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsFlexibilität Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsAnalytische Fähigkeiten Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsTeamfähigkeit Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsFingerfertigkeit Pfeil gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsHandwerkliches Geschick Pfeil gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKreativität Pfeil gleichbleibend 2 Quadrate




Prognose für das Jahr 2022:
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Aufgrund der Corona-Krise dzt. keine Einschätzung möglich:
keine Angabe
Fragezeichen Symbol
Bedeutung am Arbeitsmarkt:
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
© AMS Österreich Juni 2019