BERUFE

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TRENDS IN DER BERUFSOBERGRUPPE

ein Pfeil nach rechtsSoziales, Gesundheit, Schönheitspflege zwei Pfeile nach rechtsGesundheits- und Krankenpflege, Hebammen

Arbeitsmarkttrends

Gute Beschäftigungsaussichten, aber prekäre Arbeitsbedingungen

Der Pflegebedarf in Österreich wird weiter steigen, wobei in den Betreuungsteams aus Kostengründen mehr Pflege(fach-)assistenzen als diplomierte KrankenpflegerInnen gebraucht werden. Die größte Nachfrage herrscht in der Langzeitpflege und im stationären Bereich. Durch den Wunsch von Eltern nach intensiverer Betreuung steigt auch der Bedarf an Hebammen.
 
Beschäftigungszahlen
Der Personalstand an diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften stieg in den österreichischen Krankenhäusern in den letzten zehn Jahren stark an und betrug 2017 60.224 Personen. Rund 85 % der gehobenen Gesundheits- und Krankenpflegekräfte und rund 66 % der 15.494 Personen in der Berufsgruppe SanitäterInnen, Pflegehilfe und medizinische Assistenz sind weiblich.
 
Großer Pflegebedarf im gesamten europäischen Raum
Ende 2018 waren 456.000 Menschen in Österreich auf Pflegeleistungen angewiesen. Jeden Tag kommen 27 neue Fälle dazu. Gleichzeitig gehen familiäre Betreuungskapazitäten zurück, wodurch außerhäusliche Pflegedienstleistungen, aber auch die Hauskrankenpflege verstärkt nachgefragt werden. Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte können daher nach wie vor mit sehr guten Beschäftigungsmöglichkeiten rechnen. Sie gehören zu jenen Berufsgruppen, für die in den nächsten Jahren die stärksten Beschäftigungszuwachse prognostiziert werden, und dies für den gesamten europäischen Raum.
 
In Österreich werden anstehende Pensionierungen den Personalbedarf insgesamt weiter erhöhen, auch wenn aufgrund von Einsparungsvorgaben nicht alle Stellen nachbesetzt werden. Das zahlenmäßige Verhältnis von diplomierten KrankenpflegerInnen und Pflege(fach-)assistenzen in Betreuungsteams wird sich tendenziell in Richtung der letzteren Berufsgruppe verschieben, weil dadurch Kosten eingespart werden können.
 
Die größte Nachfrage herrscht in der Pflege von alten Menschen, in der Langzeitpflege und im stationären Bereich. Um Ressourcen zu sparen, geht der Trend weiterhin in Richtung ambulante Behandlungen und häusliche Pflege; es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend im Beobachtungszeitraum bis 2023 fortsetzt.
 
Gute Beschäftigungsprognose für Hebammen
2017 sind in Österreich laut Statistik Austria 87.258 Babys zur Welt gekommen. Die Geburtenzahl nahm gegenüber 2016 um 0,5 % ab. Die Nachfrage nach Hebammen steigt allerdings dennoch, einerseits aufgrund des Trends zu kürzeren Spitalsaufenthalten nach der Geburt, andererseits durch den Wunsch vieler Eltern nach intensiverer Betreuung zu Hause. 2017 waren in Österreich 2.269 Hebammen tätig – ein leichtes Plus zum Vorjahr. Der Trend geht von reiner Angestelltentätigkeit hin zu freiberuflicher, bzw. einer Mischung aus angestellter und freiberuflicher Tätigkeit. Aufgrund des steigenden Bedarfs wurden in den letzten Jahren neue FH-Studiengänge für Hebammen gestartet. Mittlerweile wird das Studium an sieben Standorten angeboten.
 
Prekäre Arbeitsbedingungen
Vollzeitarbeit stellt in der Langzeitpflege eher die Ausnahme dar, was mit dem hohen Frauenanteil zusammenhängt. Im stationären Bereich arbeiten laut einer Studie zu den Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege 45 % der Befragten in Vollzeit (davon ca. 70 % Männer), im mobilen Bereich nur 19 %. Ein Viertel aller Beschäftigten (23 %) leistet mindestens ein- bis mehrmals pro Woche Überstunden, 10,5 % davon unbezahlt.
 
In Alten- und Pflegeheimen ist vor allem die Verantwortung für durchschnittlich 49 Personen pro MitarbeiterIn nachts und für 15 bis 19 BewohnerInnen zu anderen Tageszeiten belastend. Im mobilen Bereich ist der Besuch von durchschnittlich 7 KlientInnen pro Schicht notwendig; dabei sind noch die Fahr- bzw. Wegzeiten zu berücksichtigen. Im stationären Bereich geben über 50 % der Beschäftigten an, für zu viele zu betreuende Personen verantwortlich zu sein. Vor allem jüngere Langzeitpflegekräfte überlegen angesichts der körperlichen und psychischen Belastungen den Berufsausstieg.
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Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe Arbeitskräfte-Nachfrage Offene Stellen im eJob-Room Offene Stellen
 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
Berufe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen Prognose derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
      Rück blick 2018 2017 2018 2017 aktuell
zwei Pfeile nach oben
3 Quadrate
Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
3.493
2.530
3.248
2.481
935
AMS Funkmaus
zwei Pfeile nach oben
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
33
2
97
14
138
AMS Funkmaus
Pfeil nach oben
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
50
28
56
43
13
AMS Funkmaus
Pfeil nach oben
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufe
1.163
800
2.559
1.916
643
AMS Funkmaus

Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb der Berufsobergruppe
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 29.05.2020.

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drei Pfeile nach rechtsHebamme (m/w) zwei Pfeile nach rechts Gehobene medizinisch-technische Dienste


 

Kompetenztrends

Optimierung der Handlungsabläufe in der Pflege

Steigende Ansprüche im Pflegebereich erfordern Spezialisierungen und Weiterbildung. Das Berufsfeld entwickelt sich immer mehr zu einer von ÄrztInnen unabhängigen Profession. Beratung wird wichtiger, v.a. über präventive ... [mehr] Mehr Informationen anzeigen

 
Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Fachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsMedizinische Informations- und Dokumentationssysteme Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKenntnis berufsspezifischer Rechtsgrundlagen Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKenntnis wissenschaftlicher Arbeitsmethoden Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsGesundheitsförderung Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsQualitätsmanagement-Kenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsPflegeberatung Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsKrankenpflege und Geburtshilfe gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsMedizinische Grundkenntnisse gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsSäuglingspflege gleichbleibend 1 Quadrat


Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Überfachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsHohes Einfühlungsvermögen Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKommunikationsstärke Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsInterkulturelle Kompetenz Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKörperliche Belastbarkeit gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsEinsatzbereitschaft gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsTeamfähigkeit gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsFreundlichkeit gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsPsychische Belastbarkeit gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsBereitschaft zu Weiterbildung gleichbleibend 2 Quadrate




Prognose für das Jahr 2022:
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Bedeutung am Arbeitsmarkt:
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
© AMS Österreich Juni 2019