BERUFE

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TRENDS IN DER BERUFSOBERGRUPPE

ein Pfeil nach rechtsBau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik zwei Pfeile nach rechtsTischlerei, Holz- und Sägetechnik

Arbeitsmarkttrends

Produktion steigt, Beschäftigungsaussichten stabil

Im Zuge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise erfuhr die Tischlerei, Holz- und Sägetechnik 2009 einen deutlichen Rückgang im Exportumsatz sowie in der Beschäftigung. Nach einer längeren Konsolidierungsphase rechnen BranchenexpertInnen innerhalb des Beobachtungszeitraums bis 2022 mit einer leicht positiven Entwicklung der Produktionszahlen und einer stabilen Arbeitsmarktsituation.
 
Holzindustrie als vielfältiger Wirtschaftsbereich
In Österreich wird der Rohstoff Holz traditionell für zahlreiche Produkte und Anwendungen genutzt. Etwa 26.700 Arbeitskräfte und über 750 Lehrlinge sind in über 1.100 Betrieben der österreichischen Holzindustrie beschäftigt (Stand 2017). Die meisten dieser Unternehmen sind Sägewerke (ca. 1040), das weitere Unternehmensspektrum reicht von Holzproduzenten für den Baubereich und der Plattenindustrie bis hin zur Möbelherstellung.
 
Höhere Wertschöpfung durch Weiterverarbeitung
Bei den österreichischen Sägewerken handelt es sich oft um Familienbetriebe, die in den letzten zehn Jahren große strukturelle Veränderungen bewältigen mussten. Ein positiver Trend zeichnet sich durch die Weiterverarbeitung des Holzes ab: Durch Veredelung des Ausgangsprodukts lassen sich eine größere Wertschöpfung und höhere Erträge erzielen. Davon können gut ausgebildete Fachkräfte, wie z.B. HolztechnikerInnen, die Holz zu hochwertigen Produkten weiter verarbeiten, profitieren.
 
Arbeitsmarktaussichten unterschiedlich
Innerhalb des Prognosezeitraumes bis 2022 wird für die Berufsobergruppe „Tischlerei, Holz- und Sägetechnik“ mit einem in etwa gleichbleibenden Beschäftigtenstand gerechnet. HolztechnikerInnen finden anhaltend gute Bedingungen vor. Die besten Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in den waldreichen Bundesländern Steiermark, Niederösterreich und Tirol. Bei den industriellen wie auch gewerblichen Tischlereien wird bis 2022 ein leichter Beschäftigungsrückgang erwartet. Zimmereien hingegen können ihren Personalstand voraussichtlich halten, eventuell sogar leicht erhöhen. Als ausgewiesene ExpertInnen für das Bauen mit Holz profitieren sie vom Umdenkprozess hin zu nachhaltigem und ökologischem Bauen.
 
Die holzgestaltenden Gewerbebetriebe sind mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Der Preisdruck sowie der zunehmende Import von industriell gefertigten Produkten aus dem asiatischen Raum haben im Inland zu vielen Betriebsschließungen geführt. Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Vergolder- und StaffiererInnen stagnieren nun auf sehr niedrigem Niveau. Ähnlich gestaltet sich die Situation im Boots- und Schiffbau. FassbinderInnen hingegen haben von der positiven Entwicklung im österreichischen Weinbau profitiert. Auch wenn die Zahl der Beschäftigten insgesamt sehr niedrig ist, so ist doch von einer steten Nachfrage nach FassbinderInnen auszugehen. DrechslerInnen können ebenfalls mit stabilen Beschäftigungsaussichten rechnen.
 
Holz als Exportschlager
Deutlich mehr als die Hälfte der österreichischen Holzprodukte, v.a. Nadelschnittholz und Holzwerkstoffe (z.B. Platten), werden exportiert. Die wichtigsten Abnehmer sind Italien, Deutschland, Asien und die USA.
 
Spezialisierung bringt Wettbewerbsvorteile
In Österreich arbeiten knapp 30.000 MitarbeiterInnen, davon über 2.700 Lehrlinge, in 6.700 Tischlereibetrieben (Stand 2018). 1.700 Zimmereien bieten ca. 9.100 MitarbeiterInnen Beschäftigung. Allgemein ist in den meist kleinen oder mittleren Handwerksbetrieben dieser Berufsobergruppe ein deutlicher Trend zu Spezialisierungen feststellbar. In Industriebetrieben sind TischlerInnen oft in der Serienproduktion beschäftigt. Der Anteil an öffentlichen Aufträgen beträgt in der Tischlerei ca. 10 %. Tischlereibetriebe sind schon länger durch die starke Konkurrenz der Industrie mit Auftragsrückgängen konfrontiert. Ziemlich konstant entwickelten sich bei gewerblichen Tischlereien die Geschäftsbereiche Althaussanierung und Reparatur.


Kurztext Kurztext

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
Berufe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Tischlerei, Holz- und Sägetechnik prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
      2018 2017 2018 2017 aktuell
Pfeil nach oben
2 Quadrate
453
444
2.731
2.238
391
AMS Funkmaus
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1 Quadrat
52
26
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115
37
AMS Funkmaus
gleichbleibend
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0
2
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3
0
AMS Funkmaus
gleichbleibend
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1
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AMS Funkmaus
gleichbleibend
1 Quadrat
2
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5
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1
AMS Funkmaus
gleichbleibend
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6
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14
AMS Funkmaus
Pfeil nach unten
2 Quadrate
1.698
1.507
5.129
5.188
1.246
AMS Funkmaus
Pfeil nach unten
1 Quadrat
1
0
8
12
2
AMS Funkmaus


zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room




Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb der Berufsobergruppe
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 21.11.2019.

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drei Pfeile nach rechtsBoot- und SchiffbauerIn zwei Pfeile nach rechts Maschinen- und Anlagenbau
drei Pfeile nach rechtsHilfskraft der Holzverarbeitung (m/w) zwei Pfeile nach rechts Anlern- und Hilfsberufe Bau, Holz
drei Pfeile nach rechtsHolztechnikerIn zwei Pfeile nach rechts Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei
drei Pfeile nach rechtsMusikinstrumentenerzeugerIn zwei Pfeile nach rechts Kunsthandwerk, Uhren, Schmuck
drei Pfeile nach rechtsPlatzmeisterIn zwei Pfeile nach rechts Anlern- und Hilfsberufe Logistik, Verkehr; Lager, Logistik
drei Pfeile nach rechtsZimmerer/Zimmerin zwei Pfeile nach rechts Bautechnik, Hochbau, Tiefbau


 

Kompetenztrends

Kenntnisse in Holzbearbeitung und Veredelungstechniken gefragt

Besonders in Groß- und Mittelbetrieben besteht anhaltender Bedarf an qualifizierten Personen, die Kenntnisse im Bedienen elektronisch gesteuerter Anlagen mitbringen, v.a. in computerisierter numerischer Steuerung (CNC – Computerized Numerical Control). Auch im gewerblichen Bereich haben Fachkräfte, v.a. Zimmerleute, gute Beschäftigungsaussichten.
 
Holzbearbeitungs- und CAD-Kenntnisse wichtig
TischlerInnen und Zimmerleute sollten gute Werkstoffbearbeitungsfertigkeiten besitzen, wie z.B. Schneiden, Leimen, Fräsen sowie Wissen um Materialauswahl und Herstellung von Materialverbindungen. Da Holz in Kombination mit anderen Baustoffen eine enge Zusammenarbeit mit der Baubranche ermöglicht, sind zusätzlich Verarbeitungskenntnisse von Verbundstoffen wie Glas, Kunststoff und Metall für MitarbeiterInnen von Vorteil. Know-how im rechnergestützten Konstruieren (CAD – Computer Aided Design) ermöglicht das Zeichnen von Plänen oder Werkstücken unter Zuhilfenahme spezieller Softwareprogramme. CAD-Kenntnisse sind in der Tischlerei und bei der Herstellung von Holzprodukten bereits Standard geworden.
 
Mit Design- und Materialkenntnissen zu innovativen Produkten
Designkenntnisse sowie Oberflächenbearbeitungs- und Holzveredelungskenntnisse erweisen sich in dieser Berufsobergruppe als Vorteil. In der Herstellung einiger traditionell aus Holz gefertigter Produkte (z.B. Modellbau, Boots- und Schiffbau) werden mittlerweile oft Materialverbindungen aus Holz, Metall und Kunststoff eingesetzt. Personen mit Wissen in der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoff, Kunstharz oder Kunstschaumstoff finden daher, z.B. im Boots- oder Schiffbau sowie im Modellbau, günstige Arbeitsmarktaussichten vor.
 
Zusatzkenntnisse erhöhen Beschäftigungsaussichten
HolztechnikerInnen sollten neben guten Holzbe- und -verarbeitungsfertigkeiten, wie Fräsen, Hobeln, Leimen, Schneiden und Trocknen, auch verschiedene Oberflächenbehandlungs- und Veredelungstechniken wie Polieren, Schleifen etc. beherrschen. Logistikkenntnisse, z.B. über fachgerechte Holzlagerhaltung und Erfahrung im Fuhrpark-Management erhöhen die Beschäftigungschancen. In vielen Betrieben kommt Qualitätsmanagement-Kenntnissen große Bedeutung zu. Zudem erhöhen der Führerschein der Gruppe B oder Lenkberechtigungen für Arbeitsmaschinen und Sonderkraftfahrzeuge (z.B. Staplerschein) die Arbeitsmarktchancen. Der moderne Produktionsablauf erfordert dagegen immer weniger körperliche Belastbarkeit.
 
Serviceorientierung wird bedeutender
Neben handwerklichen Tätigkeiten gewinnen diverse Dienstleistungen immer mehr an Bedeutung. Viele Betriebe dehnen ihre Angebote auf Restaurationsarbeiten, Maßanfertigungen und Montage aus, weshalb Spezialkenntnisse und kundInnenorientierte Gestaltungs- und Beratungsleistungen (z.B. Einrichtungsberatung) sowie künstlerische Kreativität gefragt sind.
 
CNC-Kenntnisse besonders wichtig
Wer Wissen in der Bedienung von Maschinen, insbesondere CNC-gesteuerte Maschinen, mitbringt, ist im modernen Produktionsablauf besser einsetzbar. Ein neuer Trend ist, dass Personen mit Elektromechanik-Kenntnissen in der Holzindustrie zunehmend gefragt sind, besonders aus dem Bereich der Mechatronik. Dabei geht es darum, an elektronisch gesteuerten Anlagen innovative technische Lösungen durch enge Verknüpfung mechanischer, elektronischer und datenverarbeitender Komponenten zu erzielen.


Kurztext Kurztext

 
Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Fachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsHolzverarbeitungskenntnisse Pfeil nach oben 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsArbeit mit Geräten, Maschinen und Anlagen Pfeil nach oben 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsCAD-Kenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsLogistikkenntnisse Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsArbeit mit Konstruktionsplänen Pfeil nach oben 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsVertriebskenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsMarketingkenntnisse Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsInnenausbaukenntnisse gleichbleibend 2 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsKünstlerische Restaurierungskenntnisse gleichbleibend 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsKunsthandwerkskenntnisse Pfeil nach unten 1 Quadrat


Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Überfachliche berufliche Kompetenzen Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsKreativität Pfeil nach oben 1 Quadrat
drei Pfeile nach rechtsTechnisches Verständnis gleichbleibend 3 Quadrate
drei Pfeile nach rechtsAuge-Hand-Koordination gleichbleibend 2 Quadrate


Beschäftigungsprognose und Offene Stellen in Printmedien und AMS
Zertifikate und Ausbildungsabschlüsse Prognose Bedeutung am Arbeitsmarkt
drei Pfeile nach rechtsFührerschein B gleichbleibend 1 Quadrat


Prognose für das Jahr 2022:
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Bedeutung am Arbeitsmarkt:
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
© AMS Österreich Juni 2019