BERUFE

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TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil rotSoziales, Gesundheit, Schönheitspflege

Arbeitsmarkttrends

Weiterhin positive Beschäftigungsentwicklung im Sozial- und Gesundheitswesen

Zunehmend höhere Lebenserwartung und der damit einhergehende wachsende Bedarf an Betreuung und Pflege, das veränderte bzw. erhöhte Gesundheitsbewusstsein der Menschen aber auch medizintechnische Fortschritte erzeugen eine erhöhten Personalbedarf im Gesundheitswesen, dem jedoch häufig wirtschaftliche Sparzwänge entgegenstehen.
 
So gut wie alle Gesundheitsberufe können mit guten Beschäftigungsaussichten rechnen. Charakteristisch für das Gesundheitswesen ist, dass der reale Personalbedarf sehr oft über der Zahl der tatsächlich finanzierten Arbeitsstellen liegt. Da öffentliche Gesundheitseinrichtungen nach wie vor die wichtigsten ArbeitgeberInnen darstellen, ist die Beschäftigungsentwicklung in hohem Maße von der Struktur und Verteilung der öffentlichen Mittel abhängig. Da die Generation der Babyboomer in den kommenden Jahren in Pension geht, entstehen viele offene Positionen, auch wenn nicht alle Jobs nachbesetzt werden.
 
Zukunftsbranchen Gesundheit, Vorsorge und Schönheitspflege
Die WKO sieht neben dem öffentlichen Gesundheitswesen v.a. in privat finanzierten Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen einen dynamischen Zukunftsmarkt. Berufe, die im Schnittstellenbereich zwischen Gesundheit, Körper- und Schönheitspflege und Sport angesiedelt sind, werden weiterhin vom gesteigerten Gesundheitsbewusstsein profitieren. Schon jetzt wird rund 16 % der österreichischen Wertschöpfung in diesem Bereich generiert. 2018 war jedE fünfte ArbeitnehmerIn in der Gesundheitswirtschaft und den mit ihr verbundenen Wirtschaftsbereichen tätig. Laut Prognosen werden die Beschäftigtenzahlen weiterhin steigen.
 
Sehr starke Personalnachfrage besteht österreichweit in der Kinderbetreuung und in der Arbeit mit älteren Menschen (Pflege, Betreuung, Beratung). Die Zahl der KlientInnen mit sozialen Problemlagen (z.B. Suchterkrankungen, Armut, Verschuldung, sozialpsychiatrische Erkrankungen, Arbeitslosigkeit) war 2018 mit 18,1 % der Bevölkerung fast gleich wie im Vorjahr, es werden aber weiterhin – auch um bessere Betreuungsschlüssel zu ermöglichen - gut qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Durch die angespannte budgetäre Situation sind aber nicht in allen Berufen Beschäftigungszuwächse zu erwarten.
 
Nach der Akademisierung der Ausbildung zur KrankenpflegerIn und der Einführung des Berufes der Pflegefachassistenz ist die weitere Akademisierung der Gesundheitsberufe in Diskussion. Seit 1. Juli 2018 gibt es ein „Register für Gesundheitsberufe“, das zu mehr Anerkennung, Mobilität und PatientInnensicherheit beitragen soll.
 
Der Frauenanteil bei den berufsausübenden ÄrztInnen betrug im Jahr 2017 (aktuellste Zahlen) rund 47 %. Beim nichtärztlichen Personal in Krankenanstalten waren es rund 85 % (+ 3 % gegenüber 2017). Auch Berufe im Bereich sozialer Arbeit (AltenbetreuerIn, BetreuerIn für Menschen mit Behinderung, usw.) oder Kinderbetreuung (KinderbetreuerIn, ElementarpädagogIn, usw.) werden immer noch stark von Frauen dominiert. In der Kinderbetreuung lag der Frauenanteil 2018 gar bei fast 99 %.
 
Weniger Priester und Ordensleute bei stabiler Zahl der Pfarrgemeinden
Die Zahl der katholischen Priester in Österreich ist laut der aktuellen Kirchenstatistik 2017 leicht gesunken: von 3.920 Personen (im Jahr 2016) auf 3.857. Das trifft auch auf die Zahl der Ordensbrüder und Ordenspriester (2017: 1.920, 2016: 1.970) sowie auf die Ordensfrauen zu (2017: 3.600, 2016: 3.715). Stabil ist das nach wie vor sehr dichte Netz von Pfarrgemeinden (3.052 Pfarren und 1.247 sonstige Seelsorgestellen). Allerdings wird der Anteil der römisch-katholischen Glaubensangehörigen bis 2046 auf einen Wert von weniger als 50% fallen. Die muslimische Bevölkerung würde dann zwischen 12 und 21 % der Bevölkerung ausmachen.


Kurztext Kurztext

 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege

Drei von vier Beschäftigten sind Frauen

Der Frauenanteil unter unselbstständig Beschäftigten im Berufsbereich „Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege“ beträgt 77 %. Innerhalb dieses Berufsbereich gibt es jedoch Berufsgruppen, in denen Frauen noch stärker dominieren: Hierzu zählen das „Veterinärwesen“ (90 %), „Erbringung von sonstigen überwiegend persönlichen Dienstleistungen“ (81 %) und „Heime“ (79 %). In der größten Berufsgruppe, dem „Gesundheitswesen“ (77 %), sind verhältnismäßig gleich viele Frauen wie im gesamten Berufsbereich und nur im „Sozialwesen“ (74 %) ist der Frauenanteil etwas geringer.

Mehr Informationen Mehr Gender Informationen

 

Top-Berufsbereich

Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege ist ein Top-Berufsbereich.
 
Unselbstständig Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen von 2012 bis 2018
Diagramm
Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung, Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
    2018 2017 2018 2017 aktuell
zwei Pfeile nach rechtsKinderpädagogik und -betreuung zwei Pfeile nach oben 2 Quadrate 2.861 3.091 3.279 3.168 614
zwei Pfeile nach rechtsÄrztliche Berufe Pfeil nach oben 2 Quadrate 3.287 2.908 1.782 1.442 598
zwei Pfeile nach rechtsGesundheits- und Krankenpflege, Hebammen Pfeil nach oben 2 Quadrate 4.739 3.360 5.960 4.454 1.920
zwei Pfeile nach rechtsSoziale Betreuung, Beratung, Therapie Pfeil nach oben 2 Quadrate 3.295 3.210 3.350 2.716 854
zwei Pfeile nach rechtsGehobene medizinisch-technische Dienste Pfeil nach oben 1 Quadrat 1.010 769 1.280 1.161 357
zwei Pfeile nach rechtsGewerbliche und technische Gesundheitsberufe Pfeil nach oben 1 Quadrat 314 281 830 769 248
zwei Pfeile nach rechtsHandel mit Gesundheitsprodukten Pfeil nach oben 1 Quadrat 85 108 220 180 36
zwei Pfeile nach rechtsMedizinische Assistenzberufe, Sanitätsberufe, Massage Pfeil nach oben 1 Quadrat 1.421 1.408 3.735 3.270 694
zwei Pfeile nach rechtsSchönheitspflege, Kosmetik Pfeil nach oben 1 Quadrat 538 803 1.728 1.768 1.149
zwei Pfeile nach rechtsSozial- und Gesundheitsmanagement Pfeil nach oben 1 Quadrat 69 50 65 40 20
zwei Pfeile nach rechtsReligiöse Dienste, Seelsorge, Bestattung Pfeil nach unten 1 Quadrat 24 16 48 37 4

zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 15.10.2019.
© AMS Österreich Juni 2019