BERUFE

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TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil rotMedien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk

Arbeitsmarkttrends

Österreichs Wirtschaft zusehends mit der globalen Konjunkturabschwächung konfrontiert

Die Anzahl diskontinuierlicher und prekärer Arbeitsverhältnisse im Bereich Medien und Kunst nimmt weiter zu und erschwert die Absicherung der beruflichen Existenz. Die österreichischen Printmedien verzeichnen erneut Rückgänge. Der Druckerei- und Verlagssektor rechnet für 2019 mit keiner wirtschaftlichen Erholung. Die österreichische Papierindustrie vermeldet 2018 wieder Umsatzsteigerungen.
 
Kunst- und Kulturausgaben um 3 % gestiegen
Die Bundesausgaben für Kunst und Kultur sind im Jahr 2017 auf 435,1 Mio. Euro angestiegen, was einem Plus von 12,8 Mio. Euro oder 3 % gegenüber 2016 entspricht. Die Förderausgaben im Bereich Kultur (inkl. Bundestheater und Bundesmuseen) erhöhten sich um 3 %, den höchsten Zuwachs an Subventionen verzeichneten das Burgtheater und die Wiener Staatsoper. Die Mittel für Kunstförderung erhöhten sich um 2,85 %.
 
Selbstvermarktung im Netz
Bildende KünstlerInnen, MusikerInnen und darstellende KünstlerInnen müssen sich zunehmend selbst vermarkten können und im Netz auf allen Kanälen präsent sein. Weiters sind unternehmerische und exzellente kommunikative Fähigkeiten hilfreich bzw. die Flexibilität, sich Zusatzkompetenzen (z.B. im pädagogischen Bereich) anzueignen, um sich mehrere Einkommensquellen zu schaffen.
 
Heimische Zeitungen erreichen erneut weniger LeserInnen
2018 griffen nur noch 4,7 Mio. LeserInnen täglich zu einer Zeitung, die Tagesreichweite der Tageszeitungen ist im Vergleich zu 2017 um 2,3 % zurückgegangen; die Nutzung von E-Paper-Ausgaben steigt hingegen stetig an. Der Trend in Richtung Freiberuflichkeit in Medienberufen in Verbindung mit höheren Kompetenzanforderungen und niedrigeren Einkommen setzt sich weiter fort. Die Kreativ- und Werbekonjunktur rechnet für 2019 mit keiner weiteren Wachstumsbeschleunigung.
 
Medientechnik als Zukunftsmarkt
Durch die Ausbreitung der Medientechnik in viele Branchen und Lebensbereiche erweitert sich das Berufsfeld von MedientechnikerInnen und bietet relativ gute Arbeitsmarktchancen, allerdings zumeist nur auf selbstständiger bzw. freiberuflicher Basis.
 
Herausfordernder Arbeitsmarkt
Die Arbeitsmarktbedingungen im Bereich Rundfunk, Film und Fernsehen zeichnen sich durch ein hohes Maß an freiberuflicher Tätigkeit aus. Unselbstständige Beschäftigung findet sich noch am ehesten in den Bereichen Beleuchtung und Produktion/Aufnahme, Selbstständigkeit insbesondere in den Bereichen Drehbuch und Regie. Die Branche ist von kurzen bis sehr kurzen Beschäftigungsverhältnissen und anspruchsvollen Arbeitszeitbedingungen bzw. Arbeitskonstellationen geprägt.
 
Keine wirtschaftliche Erholung für Druckereien
2018 hoffte der Sektor Druck durch die boomende Wirtschaft auf eine wirtschaftliche Erholung. Die Zahl der Unternehmensneugründungen ist zwar leicht gestiegen, liegt aber weiterhin weit hinter den Zahlen von 2010. Die Branche steht weiterhin unter hohem Preis-Konkurrenzdruck durch günstigere Anbieter, vor allem in den umliegenden Nachbarländern Osteuropas, die Beschäftigungsmöglichkeiten nehmen weiter ab.
 
Papierindustrie auch 2018 wieder erfolgreich
Die österreichische Papierindustrie konnte auch 2018 wieder Umsatzsteigerungen erzielen, wobei der Trend weg von den grafischen Sorten hin zu Verpackungspapieren geht. Während der Verbrauch an Holz zurückgeht, steigt der Altpapierverbrauch deutlich an. Die Digitalisierung, der Trend zu Fachpersonal und der sich verschärfende FacharbeiterInnenmangel bietet PapiertechnikerInnen exzellente Arbeitsmarktchancen und gute Verdienstmöglichkeiten.


Kurztext Kurztext

 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk

Fast zwei Drittel der Beschäftigten sind Männer

Der Frauenanteil im Berufsbereich „Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk“ beträgt 38 %. Besonders groß ist die Geschlechterdiskrepanz in der „Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus“: Nur jedeR fünfte Beschäftigte ist hier eine Frau (20%). Der einzige Bereich, welcher (leicht) weiblich dominiert wird, ist jener der „Bibliotheken, Archive, Museen, botanische und zoologische Gärten“ umfasst (Frauenanteil: 56%).

Mehr Informationen Mehr Gender Informationen

 
Zahl der unselbstständig Beschäftigten in der Papierindustrie von 2011 bis 2018
Diagramm
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Papierindustrie. Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
    2018 2017 2018 2017 aktuell
zwei Pfeile nach rechtsGrafik, Design Pfeil nach oben 2 Quadrate 999 863 550 411 78
zwei Pfeile nach rechtsDruck, Druckvorstufe, Papier gleichbleibend 2 Quadrate 125 127 393 295 88
zwei Pfeile nach rechtsPrintmedien, Neue Medien gleichbleibend 2 Quadrate 1.851 1.591 1.137 836 253
zwei Pfeile nach rechtsBildende Kunst, Fotografie gleichbleibend 1 Quadrat 46 52 64 48 16
zwei Pfeile nach rechtsDarstellende Kunst, Musik gleichbleibend 1 Quadrat 180 64 82 53 7
zwei Pfeile nach rechtsRundfunk, Film und Fernsehen gleichbleibend 1 Quadrat 74 98 31 16 7
zwei Pfeile nach rechtsAnlern- und Hilfsberufe Kunst, Druck, Papier Pfeil nach unten 1 Quadrat 30 18 149 79 30
zwei Pfeile nach rechtsKunsthandwerk, Uhren, Schmuck Pfeil nach unten 1 Quadrat 11 16 36 34 32

zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 15.10.2019.
© AMS Österreich Juni 2019