BERUFE

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TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil rotMaschinenbau, Kfz, Metall

Arbeitsmarkttrends

Dynamische Entwicklung im Berufsbereich

Der Metallbereich reicht von der Gewinnung der Metalle, über Wiedergewinnung oder Recycling, bis hin zur Verarbeitung der Rohstoffe zu Maschinen- und Metallprodukten. Entlang der gesamten Verarbeitungskette spielt Qualität eine große Rolle. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes bis 2022 wird ein leichtes Produktions- und Beschäftigungswachstum prognostiziert.
 
Metalltechnische Industrie ist größter Arbeitgeber
Die metalltechnische Industrie umfasst über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. 2018 ist die Beschäftigung auf über 134.000 MitarbeiterInnen angestiegen. Die metalltechnische Industrie hat damit ihre Position als größter Arbeitgeber der österreichischen Industrie weiter ausgebaut. 2018 wurde ein vorläufiger Produktionswert von über 46 Milliarden Euro erreicht, das ist ein Anstieg von über 6 % im Vorjahresvergleich. Dämpfend wirken sich der hohe Preis für metallische Rohstoffe sowie das Einfuhrverbot für Waren aus der Europäischen Union nach Russland aus. Ebenso schränken von den USA verhängte Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte die Exportchancen Österreichischer Unternehmen ein, zumal die USA traditionell ein für Österreich wichtiger Handelspartner sind.
 
Positive Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau
Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit knapp 80.000 Beschäftigten (Stand 2018) die größte Branche innerhalb der metalltechnischen Industrie und wird daher manchmal als ihr „Rückgrat“ bezeichnet. Im Beobachtungszeitraum bis 2022 wird eine weiterhin positive Entwicklung erwartet.
 
Fachkräftemangel bei Schlossereiberufen und WerkzeugmacherInnen
Fachkräfte sind im Metallbereich vielerorts Mangelware – davon betroffen sind insbesondere die Berufsobergruppen „Schlossereiberufe, WerkzeugmacherInnen“, aber auch „Maschinen- und Anlagenbau“ und „Metallbearbeitung“. Einige Berufe dieses Berufsbereichs, in denen in Österreich Personalmangel herrscht, wurden daher für qualifizierte ausländische Personen geöffnet. In der „Mangelberufsliste 2019“ sind mit FräserInnen, MaschinenbautechnikerInnen, LandmaschinenbauerInnen, DreherInnen und SchweißerInnen fünf der ersten zehn Plätze mit Berufen aus dem Bereich „Maschinenbau, Kfz, Metall“ besetzt.
 
Metallbearbeitung punktet mit Nischenprodukten
Unternehmen mit erfolgreicher Spezialisierung auf qualitativ hochwertige Nischen sowie maßgeschneiderte Produkte mit hohem Dienstleistungsanteil, sichern die Beschäftigungsnachfrage in der „Metallbearbeitung“. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes bis 2022 wird eine ausgeglichene Beschäftigungsentwicklung erwartet.
 
Unsicherheit in der Kfz-Branche
Etwa 35.000 Menschen arbeiten in Österreich direkt in der Fahrzeugindustrie (Stand: 2018). Unter Berücksichtigung des Handels, der Werkstätten und der Zulieferbetriebe sind in Summe sogar über 200.000 Jobs vom Faktor „Kfz“ abhängig. KfZ-Hersteller- und Zulieferbetriebe stehen durch die Diskussion über höhere Umweltstandards, alternative Antriebe und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge unter Druck. Derzeit ist noch nicht abzusehen, welche alternativen Antriebs- und Mobilitätsformen sich in Zukunft durchsetzen werden. Ebenso ist noch offen, welche gesetzlichen Regelungen diesbezüglich wann in Kraft treten werden und wie sich diese auf die Beschäftigung auswirken werden.
 
Vorsprung durch Innovation
Die Industrieproduktion vollzieht derzeit eine tiefgehende Neuausrichtung, die unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ zusammengefasst wird. Dabei geht es um die Digitalisierung und Automatisierung der Fertigungstechnik und der Logistik.
 
Anlern- und Hilfsberufe rückläufig
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gehen einige Studien davon aus, dass einfache, sich stark wiederholende Arbeiten leichter ersetzbar sind als solche, die Problemlösungs-Know-how und eigenverantwortliches Handeln verlangen. Anlern- und Hilfsberufe müssen daher eher mit rückläufiger Beschäftigungsnachfrage rechnen.
 
Metallbereich von Frauen noch weitgehend „unentdeckt“
Der Berufsbereich „Maschinenbau, Kfz, Metall“ ist durch ein relativ hohes Durchschnittsalter sowie Nachwuchsprobleme gekennzeichnet. Zudem dominieren männliche Beschäftigte diesen Bereich mit einem Anteil von nahezu 85 %. Dieses Ungleichgewicht in der Beschäftigungsstruktur zeigt sich bereits in der Lehrlingsausbildung: Während von allen Lehrlingen knapp 14 % der Burschen eine metalltechnische Lehre beginnen, sind es bei den Mädchen nur knapp 3 % (Stand 2018). Im Lehrberuf Metalltechnik betrug das Geschlechterverhältnis 2018 91 % (Burschen) zu 9 % (Mädchen), wobei der Mädchenanteil gegenüber den Vorjahren keine Steigerung aufweist.
 


Kurztext Kurztext

 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Maschinenbau, Kfz, Metall

Geringer Frauenanteil: 18 %

2014 waren 18 % der Beschäftigten im Berufsbereich Frauen. Die höchsten Frauenanteile waren mit 20 % im Bereich „Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ bzw. mit 19 % im Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“ zu verzeichnen. „Metallerzeugung und -bearbeitung“ wies mit rund 11 % den niedrigsten Frauenanteil innerhalb der Vergleichsgruppe auf.

Mehr Informationen Mehr Gender Informationen

 

Top-Berufsbereich

Maschinenbau, Kfz, Metall ist ein Top-Berufsbereich.
 
Unselbstständig Beschäftigte im Bereich Maschinenbau, Kfz und Metall, 2011 bis 2018
Diagramm
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Maschinenbau, Kfz, Metall prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
    2018 2017 2018 2017 aktuell
zwei Pfeile nach rechtsMaschinen- und Anlagenbau Pfeil nach oben 2 Quadrate 13.617 13.257 14.480 12.441 2.811
zwei Pfeile nach rechtsSchlossereiberufe, WerkzeugmacherInnen Pfeil nach oben 1 Quadrat 5.979 4.972 15.709 14.076 2.889
zwei Pfeile nach rechtsKfz-Mechanik und -Service gleichbleibend 1 Quadrat 3.364 3.139 7.771 7.603 1.615
zwei Pfeile nach rechtsMetallbearbeitung gleichbleibend 1 Quadrat 3.873 3.536 10.959 9.444 2.031
zwei Pfeile nach rechtsAnlern- und Hilfsberufe Kfz, Metall Pfeil nach unten 1 Quadrat 831 561 5.513 3.846 1.095

zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 15.10.2019.
© AMS Österreich Juli 2019