BERUFE

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TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil rotElektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT

Arbeitsmarkttrends

Digitalisierung schafft Beschäftigungszuwächse

Durch die Digitalisierung entstehen in der Elektrotechnik, Elektronik und IT in Österreich, die über Schlüsseltechnologien wie die Mikro- und Nanoelektronik verfügt, zahlreiche Arbeitsplätze in unterschiedlichen Segmenten. BranchenexpertInnen orten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud und Internet of Things (IoT) im Betrachtungszeitraum bis 2022 steigende Beschäftigungsaussichten.
 
Branchenstruktur
Das breite Feld der Elektrotechnik und Elektronik ist zweigeteilt: Es umfasst die gewerblichen Berufe, die primär in der „Elektroinstallation, Betriebselektrik“ zu finden sind. Die rund 4.500 Unternehmen der Sparte Gewerbe, die insbesondere auf Service- und Wartungstätigkeiten ausgelegt sind, sind vor allem Kleinunternehmen mit im Schnitt neun Beschäftigten. Im industriellen Bereich werden Güter unter Einsatz modernster Technik maschinell produziert. Die Elektro- und Elektroniksparte war mit einem Produktionswert von rund 17,4 Mrd. Euro (+12,5 % gegenüber dem Vorjahr) und mehr als 65.000 Beschäftigten 2017 (+4,8 % gegenüber dem Vorjahr) der zweitgrößte Arbeitgeber in der heimischen Industrie. Vorläufige Produktionsergebnisse für 2018 und der Ausblick für 2019 zeigen eine ähnlich gute Entwicklung.
 
Im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) erwirtschaftet Österreich rund 8,6 % der Wertschöpfung. Die Informationstechnologien wirken laut BranchenexpertInnen aber auch in die anderen Sektoren hinein und erhöhen dort die Produktivität. Mit indirekten Effekten ist ihnen daher gesamtwirtschaftlich ein Produktionswert von 36,6 Mrd. Euro zurechenbar. Insgesamt sind rund 290.000 Jobs in Österreich dieser Branche verbunden (Stand 2018).
 
Fachkräfte dringend gesucht
Trotz guter Karrierechancen und hoher Verdienstmöglichkeiten verzeichnet der gesamte Berufsbereich bereits seit mehr als sechs Jahren einen deutlichen Fachkräftemangel, der durch die rasche Automatisierung und Digitalisierung beschleunigt wird. Daher sollte, laut BranchenexpertInnen, der Ausbildung jüngerer Fachkräfte in Kombination mit entsprechenden Weiterbildungsangeboten und -maßnahmen große Priorität eingeräumt werden. Eine Studie von Manpower aus 2018 zeigt auf, dass nicht nur der Mangel an BewerberInnen, sondern auch fehlende Fachkenntnisse und eingeschränkte Kommunikationsfähigkeiten eine Stellenbesetzung erschweren. Der Personalmangel führt zum Teil zu sehr hohen Einstiegsgehältern als „Lockangebot“. Aber auch eine Erhöhung des Urlaubs oder die Bereitstellung von neuen Benefits- und Wohlfühlanreizen sollen ArbeitgeberInnen eine höhere Attraktivität verleihen.
 
Digitalisierung als Arbeitsplatzstifter
Die Digitalisierung schafft Arbeitsplätze. Es ist mittlerweile keine Frage mehr, ob sich ein Unternehmen digitalisiert, sondern auf welche Art und vor allem zu welchem Zeitpunkt. Die digitale Transformation in einem Unternehmen reicht beispielsweise von Robotern in menschenleeren Produktionshallen bis hin zu Algorithmen, die die Routenplanung für Logistikunternehmen optimieren. Für den Arbeitsmarkt bedeutet Digitalisierung aber auch, dass die Einsatzfelder in der IT vielfältiger werden und neue Jobs entstehen.
 
 
Die Zukunft: Industrie 4.0
Der Begriff „Industrie 4.0“ bezeichnet eine lückenlos IKT-basierte Wertschöpfungskette sowie das technologie- und unternehmensübergreifende Zusammenwachsen von modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien mit klassischen Produktions- und Logistikprozessen und ihren Ressourcen. Verstärktes Sammeln und Nutzen von Daten führt etwa dazu, dass sich eine höhere Effizienz erzielen lässt, indem bestehende Maschinen besser ausgelastet werden. Auch Qualitätskontrollen können nun bei jedem Arbeitsschritt durchgeführt werden. Industrie 4.0 könnte laut BranchenexpertInnen in der Elektro- und Elektronikindustrie sowie der Maschinen- und Metallwarenherstellung jährlich bis zu 2,2 Mrd. Euro mehr Wertschöpfung bzw. 13.000 neue Beschäftigungsverhältnisse schaffen.
 
Insgesamt gestalten sich bis 2022 sowohl die Konjunktur- als auch die Beschäftigungsaussichten in diesem Berufsbereich günstig, insbesondere die Sparten „Softwaretechnik, Programmierung“, „Automatisierungs- und Anlagentechnik“ sowie „Mechatronik“ erleben derzeit einen Boom.


Kurztext

 

Green Jobs und Skills: Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT

18,5 % Anteil an Gesamtumweltumsatz in Energieversorgung und erneuerbarer Energie

Der Bereich Energieversorgung umfasst die Erzeugung und Verteilung von Elektrizität und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern. Die Energieversorgung erwirtschaftete 2011 mit 6,4 % der Umweltbeschäftigten (10.857 Personen) einen vergleichsweise hohen Umsatz – 18,5 % beträgt der Anteil am Gesamtumweltumsatz.

Mehr Green Informationen

 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT

Geringer Frauenanteil: 27 %

2014 waren 27 % der Beschäftigten im Berufsbereich Frauen. Die Unterschiede hinsichtlich der Frauenanteile in den angeführten Bereichen waren nicht sehr ausgeprägt: Am höchsten waren sie mit jeweils 32 % im Bereich „Telekommunikation“ und im Bereich „Informationsdienstleistungen“.

Mehr Gender Informationen

 

Top-Berufsbereich

Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT ist ein Top-Berufsbereich.
 
Unselbstständig Beschäftigte in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, IT und Telekommunikation, 2011 bis 2017
Diagramm
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS-Stellen
    2017 2016 2017 2016 aktuell im eJob-Room
zwei Pfeile nach rechtsSoftwaretechnik, Programmierung zwei Pfeile nach oben 2 Quadrate 17.461 17.147 5.373 4.774 1.558
zwei Pfeile nach rechtsAutomatisierungs- und Anlagentechnik Pfeil nach oben 2 Quadrate 2.561 1.382 1.841 1.718 534
zwei Pfeile nach rechtsElektroinstallation, Betriebselektrik Pfeil nach oben 2 Quadrate 8.956 8.733 19.290 16.820 3.587
zwei Pfeile nach rechtsDatenbanken Pfeil nach oben 1 Quadrat 1.556 2.015 382 352 112
zwei Pfeile nach rechtsEDV- und Netzwerktechnik Pfeil nach oben 1 Quadrat 2.693 2.418 2.474 2.270 470
zwei Pfeile nach rechtsElektromechanik, Elektromaschinen Pfeil nach oben 1 Quadrat 4.872 5.035 4.872 4.141 1.028
zwei Pfeile nach rechtsIndustrielle Elektronik, Mikroelektronik, Messtechnik Pfeil nach oben 1 Quadrat 1.310 1.104 1.469 1.378 398
zwei Pfeile nach rechtsIT-Analyse und -Organisation Pfeil nach oben 1 Quadrat 5.168 3.294 1.823 1.663 579
zwei Pfeile nach rechtsIT-Support, -Schulung, -Beratung und -Vertrieb Pfeil nach oben 1 Quadrat 11.479 12.195 1.649 1.394 426
zwei Pfeile nach rechtsTelekommunikation, Nachrichtentechnik gleichbleibend 1 Quadrat 173 141 18 82 2

zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse 2017

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS 2017 und 2016
aus: AMS Statistik; beim AMS gemeldete freie Stellen, Gesamtjahr 2017 bzw. 2016.

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS, aktuell im eJob-Room:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom .
© AMS Österreich Juni 2019