BERUFE

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TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil rotBüro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit

Arbeitsmarkttrends

Stabile bis positive Entwicklungen außer bei Banken und Hilfsberufen

Digitalisierung und der Einsatz von Robotern bzw. künstlicher Intelligenz wird alle Branchen verändern. Das verursacht erhöhten Beratungsbedarf in den Unternehmen. ManagerInnen müssen den Wandel gestalten können. SekretärInnen werden zu InformationsmanagerInnen. Wirtschaftliche, technische und digitale Kompetenzen werden angesichts neuer Berufsbilder nicht zuletzt im Bereich Wirtschaft und Technik immer wichtiger. Der Stellenabbau im Bankensektor wird sich fortsetzen.
 
Kurzzeitiger Rückgang der Arbeitslosenquote
Die Weltwirtschaft hat 2018 wahrscheinlich den Konjunkturhöhepunkt erreicht. In den nächsten Jahren wird daher eine Abschwächung der Dynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird Österreichs Wirtschaft um 1,7 % pro Jahr wachsen. Bis Ende 2020 wird sich die Beschäftigungsnachfrage konjunkturbedingt besser entwickeln als das Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote geht auf 7,2 % zurück. Das dürfte sich allerdings ab 2021 wieder ändern, sodass sich die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 7,5% erhöht.
 
Nach der Unternehmensgründungsstatistik wurden im Jahr 2018 insgesamt 38.327 Unternehmen gegründet. Das waren um 4,5 % weniger als 2017. Nach Branchen betrachtet waren 53 % der Sparte Gewerbe und Handwerk zuzurechnen. An zweiter Stelle steht die Sparte Handel (21 %), gefolgt von Information und Consulting mit 16%. Weitere 6% der Gründungen entfielen auf die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie 4% auf Transport und Verkehr.
 
Die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Bank- und Finanzwesen betrug im Jahr 2017 insgesamt 24.371 Personen. Rechnet man die geringfügig Beschäftigten dazu, dann waren es 24.599 Personen. Der Frauenanteil bei den Beschäftigten insgesamt betrug 52,1 %.
 
Größere Bedeutung der Miliz beim Bundesheer
Auch wenn kurzfristig eine Erhöhung des Heeresbudgets geplant ist, wird es spätestens 2021 mit Ende des Sonderinvestitionsprogramms wieder gekürzt werden. Investitionen sind vor allem für Infrastrukturanpassungen und neue Hubschrauber notwendig.
 
Einheitliche Aufnahmeverfahren bei der Bundespolizei
In Österreich sind zusätzlich 2.100 Planstellen und 2.000 Ausbildungsplätze zu besetzen. Mit Beginn des Jahres 2019 wurden einheitliche Aufnahmeverfahren für alle Bundesländer eingeführt, um lange Wartezeiten auf die Ergebnisse dieser Verfahren zu verhindern. Mit 333 PolizistInnen auf 100.000 EinwohnerInnen lag Österreich (Stand 2016) über dem diesbezüglichen EU-Durchschnitt (318 Personen).
 
Im Bereich Industrie und Gewerbe sind hoch qualifizierte Arbeitskräfte kontinuierlich stark gefragt. Besonders die Kombination von wirtschaftlichen und technischen Kenntnissen bietet am Arbeitsmarkt sehr gute Beschäftigungschancen. Durch das Zusammenwachsen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit Produktions- und Automatisierungstechnik kommt es zu einer weiteren Verschiebung der Wertschöpfung in Richtung Dienstleistungen. Forschung und Entwicklung, Planung und Organisation gewinnen daher an Bedeutung.
 
Die Beschäftigungs-, Nachfrage- und Geschäftslageerwartungen in der Werbewirtschaft gehen für 2019 deutlich zurück. 16 % der befragten Unternehmen gaben zu Beginn dieses Jahres an, in den letzten drei Monaten neue MitarbeiterInnen aufgenommen zu haben, 24% haben demgegenüber MitarbeiterInnen abgebaut.
 
Bei privaten Sicherheits- und Wachdiensten steigen nach wie vor die Beschäftigungszahlen. In den österreichischen Bewachungsbetrieben wurden 2017 über 500 neue Jobs für fachlich unausgebildetes Personal geschaffen. Gleichzeitig wurde die höchste Anzahl an verbandsgerechten Ausbildungen seit 2010 durchgeführt (bei 1.564 MitarbeiterInnen).
 
Aufgrund zunehmender AbsolventInnenzahlen und der restriktiven Personalpolitik der öffentlichen Verwaltung gehen viele RechtswissenschafterInnen in die Privatwirtschaft (z.B. Consulting und Personalwesen). Zusätzliche wirtschaftliche und wirtschaftsrechtliche Qualifikationen sind dort von Vorteil, da JuristInnen mit AbsolventInnen wirtschaftswissenschaftlicher Studien konkurrieren.
 
Besonders in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten und angesichts der Digitalisierung ist der Bedarf an Wirtschaftsberatung und Unternehmensdienstleistungen hoch. Das zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass die UnternehmerInnen der Informations-, Kommunikations- und Consultingbranchen für 2019 Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 6,3 % prognostizieren und einen Anstieg des Beschäftigtenstandes um 6,5 %. Auch die Investitionen sollen um 4,6 % gesteigert werden.


Kurztext Kurztext

 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit

Frauenanteil: 55 %

2014 waren 55 % der Beschäftigten in diesem Berufsbereich Frauen. Die höchsten Frauenanteile waren mit 80 % im Bereich „Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung“ bzw. mit 63 % bei „Interessenvertretungen sowie kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen (ohne Sozialwesen und Sport)“ zu verzeichnen. Die Bereiche „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ und „Wach- und Sicherheits-dienste sowie Detekteien“ weisen mit rund 26 % bzw. 27 % den geringsten Frauenanteil innerhalb der Tabelle auf.

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Top-Berufsbereich

Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit ist ein Top-Berufsbereich.
 
Unselbständig beschäftigte Bürokräfte und Sicherheitskräfte. 2011-2018
Diagramm
Quelle: Statistik Austria, Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
    2018 2017 2018 2017 aktuell
zwei Pfeile nach rechtsBundesheer, Öffentliche Sicherheit Pfeil nach oben 1 Quadrat 283 176 296 221 106
zwei Pfeile nach rechtsIndustrie- und Gewerbekaufleute Pfeil nach oben 1 Quadrat 7.198 7.337 5.705 4.719 853
zwei Pfeile nach rechtsManagement, Organisation Pfeil nach oben 1 Quadrat 12.642 13.572 5.704 4.217 974
zwei Pfeile nach rechtsMarketing, Werbung, Public Relations Pfeil nach oben 1 Quadrat 6.198 6.169 2.222 1.753 370
zwei Pfeile nach rechtsPrivate Sicherheits- und Wachdienste Pfeil nach oben 1 Quadrat 1.078 759 1.381 1.120 156
zwei Pfeile nach rechtsRecht Pfeil nach oben 1 Quadrat 1.923 1.847 1.152 866 208
zwei Pfeile nach rechtsSekretariat, Kaufmännische Assistenz Pfeil nach oben 1 Quadrat 23.625 23.145 19.191 16.638 2.092
zwei Pfeile nach rechtsWirtschaft und Technik Pfeil nach oben 1 Quadrat 6.172 5.668 5.921 4.461 932
zwei Pfeile nach rechtsWirtschaftsberatung, Unternehmensdienstleistungen Pfeil nach oben 1 Quadrat 4.483 4.491 2.926 1.900 507
zwei Pfeile nach rechtsAnlern- und Hilfsberufe Büro Pfeil nach unten 1 Quadrat 363 426 873 854 142
zwei Pfeile nach rechtsBank-, Finanz- und Versicherungswesen Pfeil nach unten 1 Quadrat 1.953 1.919 2.219 1.938 529

zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 15.10.2019.
© AMS Österreich Juni 2019