BERUFE

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Arbeitsmarkttrends

Fokus auf Export und Bau

Im Berufsbereich „Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein“ ist im Prognosezeitraum bis 2023 insgesamt ein konstanter Personalstand zu erwarten, wenn man die geltenden Parameter vor der Covid-19-Pandemie zur Bestimmung heranzieht. Eine hohe Exportabhängigkeit und schwankende Rohstoffpreise gewähren Prognosen in der derzeitigen Krise aber einen großen Spielraum.

Heimische Rohstoffe
Obwohl es sich beim heimischen Bergbau um einen vergleichsweise kleinen Sektor handelt, ist dieser weltweit bei der Produktion von Magnesit auf Platz fünf, bei Wolframerz auf Platz sieben und bei Talk auf Platz elf zu finden. Bis 1960 konnte Österreich den Eigenbedarf an Erdöl durch die national geförderte Menge abdecken. Seitdem nimmt der Verbrauch zu, vor allem durch den steigenden Straßen- und Flugverkehr. Erdöl ist in Österreich ein wichtiger Rohstoff mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten, z.B. als Kraftstoff, Heizmittel oder in der chemischen Industrie. Als Alternative zu Erdöl hat sich Erdgas hierzulande in den letzten dreißig Jahren als beliebter Energieträger etabliert. Beide Rohstoffe sind jedoch in Österreich in zu geringen Mengen vorhanden, weshalb sie einerseits importiert werden. Andererseits besitzt die OMV AG international Förderfelder, wie z.B. in Norwegen, Großbritannien oder Neuseeland. Da seit mehr als fünf Jahren der Weltmarktpreis für Rohöl ständig schwankt, wurde die Suche nach neuen Fördergebieten 2019 eingeschränkt. BranchenexpertInnen prognostizieren im Betrachtungszeitraum – ausgehend von der wirtschaftlichen Entwicklung vor der Coronakrise – insgesamt eine in etwa gleichbleibenden Geschäfts- und Personalsituation. Im Feld „Bergbau und Rohstoffe“ gibt es nur einen geringen Anteil an weiblichem Personal. Dieser dürfte nach Einschätzung von WirtschaftsforscherInnen bis 2023 konstant bleiben.

Glas: Abhängigkeit von Export und Bau
Die Branche Glas ist zweigeteilt:
In den mehr als 50 industriellen Glasbetrieben Österreichs sind rund 7.200 MitarbeiterInnen beschäftigt. Die Glasindustrie umfasst Glashütten, glasbe- und verarbeitende Unternehmen und Gablonzerbetriebe (Betriebe zur Herstellung von Glasmodeschmuck und Accessoires). Der Großteil der industriellen Glasproduzenten arbeitet eng mit der Baubranche zusammen, wodurch der wirtschaftliche Erfolg dieser Betriebe von der konjunkturellen Entwicklung im Baubereich abhängig ist. In den Jahren 2018 und 2019 konnte der Produktionswert leicht erhöht werden, der Beschäftigtenstand blieb stabil. Gewerbliche Glaserbetriebe produzieren zum Großteil für private Haushalte, aber auch für Immobilienverwaltungen, öffentliche Auftraggeber sowie die Baubranche. Die Auftragslage gestaltete sich im Gewerbe in den letzten beiden Jahren überwiegend zufriedenstellend. Da die österreichische Glasindustrie nicht nur von der Bauwirtschaft abhängt, sondern auch stark exportorientiert ist, wird für 2020 ein eher sinkender Bedarf prognostiziert, der sich aber bis 2023 wieder stabilisieren sollte.

Baubranche als wichtiger Partner für Keramik, Stein
Auch das Berufsfeld „Keramik, Stein“ umfasst sowohl industrielle als auch gewerbliche Betriebe. Der größte Anteil an Unternehmen ist mit rund 680 Steinmetzbetrieben im Gewerbe angesiedelt. Während gewerbliche Betriebe sowohl für PrivatkundInnen als auch für andere Branchen (z.B. Tourismus) produzieren, sind die Hauptauftraggeber für den industriellen Sektor die Bauunternehmen. Im Beobachtungszeitraum wird daher der konjunkturelle Verlauf der Stein- und keramischen Industrie sehr stark von der wirtschaftlichen Entwicklung im Bau abhängen. Insgesamt ist im Prognosezeitraum mit einer eher stabilen Geschäfts- und Personalsituation zu rechnen.
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Arbeitskräfte-Nachfrage des Berufsbereichs Arbeitskräfte-Nachfrage Offene Stellen im eJob-Room Offene Stellen
 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein

Geringer Frauenanteil: 19 %

2014 waren 19 % der Beschäftigten im Berufsbereich Frauen, wobei man davon ausgehen kann, dass viele davon in administrativen bzw. wirtschaftlichen und nicht in handwerklichen Funktionen tätig sind. Die höchsten Frauenanteile waren mit rund 20 % in der „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ bzw. mit rund 17 % im Bereich „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ zu verzeichnen.

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Unselbstständig Beschäftigte im Bergbau und in der Rohstoffgewinnung, 2011 bis 2019
Diagramm
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend. Grafik: AMS.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein Prognose derzeit   Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
    Rück blick 2019 2018 2019 2018 aktuell
zwei Pfeile nach rechts Glas Pfeil gleichbleibend 2 Quadrate Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe 59 43 414 391 85 AMS Funkmaus
zwei Pfeile nach rechts Bergbau, Rohstoffe Pfeil gleichbleibend 1 Quadrat Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe 12 15 33 51 18 AMS Funkmaus
zwei Pfeile nach rechts Keramik, Stein Pfeil gleichbleibend 1 Quadrat Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe 19 32 253 208 68 AMS Funkmaus

Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2023.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Aufgrund der Corona-Krise dzt. keine Einschätzung möglich:
keine Angabe
Fragezeichen Symbol
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2019 bzw. 2018
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2019 bzw. 2018
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 13.04.2021.
© AMS Österreich Juli 2020