BERUFE

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TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil rotBergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein

Arbeitsmarkttrends

Stabile Arbeitsmarktsituation

In der Berufsobergruppe „Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein“ ist im Prognosezeitraum bis 2022 in der Industrie ein konstanter bis leicht rückläufiger Personalstand zu erwarten. Im Gewerbe ist in den nächsten drei Jahren von einer vorwiegend gleichbleibenden Beschäftigung auszugehen. Eine Ausnahme bilden SteinmetzInnen, für die in gewerblichen Betrieben erhöhte Arbeitsmarktchancen prognostiziert werden.
 
Erdöl: Weltmarktpreis wirkt auf Beschäftigung
Aufgrund des hohen Bedarfs an Erdöl und Erdgas kauft der große österreichische Öl- und Gaskonzern, die OMV AG, immer wieder neue Fördergebiete zu. Mit 2014 kam der bis dahin relativ stabile Weltmarktpreis für diese Rohstoffe ins Schwanken. Daher schränkte die OMV AG die Suche nach Förderregionen ein, was sich bis 2022 aller Voraussicht nach nicht negativ auf die Beschäftigung auswirken wird. Konjunkturell haben sich Bergbau- und Rohstoffbetriebe seit der Wirtschafts- und Finanzkrise, v.a. aufgrund von Auftragsschwankungen in Abnehmerbranchen wie dem Bausektor, unbeständig entwickelt. BranchenexpertInnen gehen im Betrachtungszeitraum dennoch von einer gleichbleibenden Geschäfts- und Personalsituation aus. Ausgenommen davon sind Hilfskräfte, die durch die Automatisierung, also die Abnahme manueller Arbeiten zugunsten von maschinellen oder digitalen Tätigkeiten), im Prognosezeitraum mit verringerten Arbeitsmarktchancen rechnen müssen.
 
Glas: Insgesamt konstante Beschäftigungsaussichten
Die Glasindustrie besteht aus Glasbe- und -verarbeitenden Unternehmen, die im Ausland gefertigtes Glas zu Isolier-, Verbundsicherheitsglas sowie Einscheibensicherheitsglas und Solargläsern veredeln. In Glashütten werden verschiedene Glasprodukte, wie z.B. Verpackungsglas, Spezialgläser für die Automobilindustrie, Glasdämmwolle, aber auch hochwertiger Kristallschmuck erzeugt. Gablonzerbetriebe stellen Glasmodeschmuck und Glasaccessoires her. Gewerbliche Glaserbetriebe produzieren zum Großteil für private Haushalte, aber auch für Immobilienverwaltungen, öffentliche Auftraggeber sowie die Baubranche. Während in den nächsten drei Jahren im industriellen Segment mit heterogenen Geschäftsaussichten zu rechnen ist, ist die Auftragslage im Gewerbe zum Großteil stabil. Daher ist in der Berufsobergruppe „Glas“ bis 2022 insgesamt von einem konstanten Beschäftigtenstand auszugehen. Da mittlerweile auch andere Branchen (z. B. die Baubranche) Glasarbeiten in einem bestimmten Ausmaß anbieten dürfen, ist im Prognosezeitraum mit einer erhöhten Nachfrage nach GlasbautechnikerInnen zu rechnen.
 
Baubranche als wichtiger Partner für Keramik, Stein
In der Berufsobergruppe „Keramik, Stein“ ist der größte Anteil an Unternehmen mit rund 680 Steinmetzbetrieben im Gewerbe angesiedelt. Während gewerbliche Betriebe dieser Berufsobergruppe sowohl für PrivatkundInnen als auch für andere Branchen produzieren, sind die Hauptauftraggeber für den industriellen Sektor die Bauunternehmen. Im Beobachtungszeitraum wird daher der konjunkturelle Verlauf der Stein- und keramischen Industrie sehr stark von der wirtschaftlichen Entwicklung im Bau abhängen. Die Betriebe gehen jedoch aufgrund einer hohen Preiskonkurrenz sowie eines Fachkräftemangels von einem steigenden Geschäfts- und Personalstand aus.
Die konjunkturelle Situation der gewerblichen Betriebe wird sich in den nächsten drei Jahren laut BrancheninsiderInnen voraussichtlich positiv gestalten: Es ist anzunehmen, dass Investitionen seitens Privater steigen werden. Daher werden im Betrachtungszeitraum SteinmetzInnen verstärkt nachgefragt werden.
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Arbeitskräfte-Nachfrage des Berufsbereichs Arbeitskräfte-Nachfrage Top-Berufsbereich anzeigen Top-Berufsbereich Offene Stellen im eJob-Room Offene Stellen
 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein

Geringer Frauenanteil: 19 %

2014 waren 19 % der Beschäftigten im Berufsbereich Frauen, wobei man davon ausgehen kann, dass viele davon in administrativen bzw. wirtschaftlichen und nicht in handwerklichen Funktionen tätig sind. Die höchsten Frauenanteile waren mit rund 20 % in der „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ bzw. mit rund 17 % im Bereich „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ zu verzeichnen.

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Unselbstständig Beschäftigte im Bergbau und der Rohstoffgewinnung, 2011 - 2018
Diagramm
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
Berufsobergruppen Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein Prognose derzeit   Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS eJob-Room-Inserate
    Rück blick 2018 2017 2018 2017 aktuell
zwei Pfeile nach rechts Keramik, Stein Pfeil nach oben 1 Quadrat Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe 37 24 271 229 31 AMS Funkmaus
zwei Pfeile nach rechts Glas gleichbleibend 2 Quadrate Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe 43 72 391 349 75 AMS Funkmaus
zwei Pfeile nach rechts Bergbau, Rohstoffe gleichbleibend 1 Quadrat Arbeitskräfte-Nachfrage der Berufsobergruppe 15 31 51 27 8 AMS Funkmaus

Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 26.05.2020.
© AMS Österreich Juli 2019