TRENDS IM BERUFSBEREICH

Pfeil nach rechtsBau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik

Arbeitsmarkttrends

Konjunkturbelebung im Baubereich



Für 2019 erwarten BranchenexpertInnen weiter leicht steigende Produktionswerte im Hochbau. Auch vom Tiefbau gehen positive Impulse aus. Der Arbeitsmarkt im Baubereich hat sich seit 2017 sehr positiv entwickelt, im Beobachtungszeitraum bis 2022 ist mit einem weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu rechnen.
 
Arbeitslosigkeit sinkt, Beschäftigtenzahlen steigen
Seit 2017 sind die Arbeitslosenzahlen am Bau gesunken und die Beschäftigtenzahlen gestiegen. Grund dafür sind die gute Konjunktur sowie die Ausweitung des Beschäftigungsangebots, z.B. durch die verstärkte Teilnahme von ausländischen Arbeitskräften und Frauen am Arbeitsmarkt. ArbeitsmarktexpertInnen gehen davon aus, dass sich beide Entwicklungen im Beobachtungszeitraum weiter fortsetzen werden.
 
Bautechnik, Hochbau, Tiefbau
Bautechnik und Hochbau profitieren davon, dass Österreich aufgrund der wachsenden Bevölkerung steigenden Bedarf an Wohnraum hat. Auch im Tiefbau erwarten BranchenexpertInnen eine positive Entwicklung, da Ausbauarbeiten bei der Bahn und U-Bahn sowie Großprojekte im Straßenbau anstehen. Die Entwicklung der Bautätigkeit im Hoch- und Tiefbau ist generell von politischen Entscheidungen über Konjunkturprogramme, Investitionen in den sozialen Wohnbau, Wohnbaubewilligungen, Förderungen und Infrastrukturinvestitionen abhängig. Hinsichtlich der Arbeitsmarktentwicklung wird im Beobachtungszeitraum bis 2022 mit leicht steigenden Beschäftigtenzahlen gerechnet.
 
Gebäudetechnik
Es gibt einen deutlichen Trend zum ökologischen Bauen, der im Beobachtungszeitraum voraussichtlich weiter zunehmen wird. Der Sanierungsbereich bietet viele Herausforderungen, da nachträgliche Ein- und Umbauten oft aufwendig zu planen und umzusetzen sind. Gebäude-, Sonnenschutz- und SicherheitstechnikerInnen können daher voraussichtlich mit steigenden Beschäftigungsmöglichkeiten rechnen.
 
Innenausbau, Raumausstattung
Jene Gewerbe, die sich mit dem Ausbau von Bauwerken beschäftigen, werden auch als „Baunebengewerbe“ bezeichnet. Für Kleinbetriebe, wie sie in dieser Berufsobergruppe typisch sind, ist es teilweise schwierig, im verschärften Wettbewerb zu bestehen. Hinsichtlich der Beschäftigung klagen viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften. Insgesamt ist mit einem leicht steigenden Personalstand zu rechnen.
 
Planungswesen, Architektur
Die Situation am Arbeitsmarkt gestaltet sich für ArchitektInnen und VerkehrsplanerInnen insbesondere in der Phase des Berufseinstiegs schwierig, da es eine große Zahl an BewerberInnen für offene Stellen gibt. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes bis 2022 wird damit gerechnet, dass die Beschäftigtenzahlen in dieser Berufsobergruppe stabil bleiben.
 
Anlern- und Hilfsberufe Bau, Holz
Es zeigt sich immer wieder, dass gering qualifizierte Arbeitskräfte besonders stark von Beschäftigungsschwankungen betroffen sind, da Arbeitsverhältnisse in Anlern- und Hilfsberufen überdurchschnittlich oft unterbrochen, beendet, aber auch neu begründet werden. ArbeitsmarktexpertInnen sind der Ansicht, dass der Personalstand in dieser Berufsobergruppe innerhalb des Beobachtungszeitraumes bis 2022 rückläufig sein wird. Die hohe Beschäftigungsdynamik wird voraussichtlich anhalten.
 
Tischlerei, Holz- und Sägetechnik
Innerhalb des Beobachtungszeitraumes bis 2022 wird eine positive Arbeitsmarktentwicklung für Zimmereifachleute und HolztechnikerInnen prognostiziert. Einige Beschäftigte dieser Berufsobergruppe, z.B. TischlerInnen, müssen sich hingegen auf tendenziell rückläufige Nachfrage am Arbeitsmarkt einstellen, da die wenig personalintensive, automatisierte Fertigung gegenüber der Handarbeit weiter auf dem Vormarsch ist.


 

Green Jobs und Skills: Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik





 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik

Geringer Frauenanteil: 16 %

2014 waren 16 % der Beschäftigten im Berufsbereich Frauen. Die höchsten Frauenanteile waren mit rund 34 % im Bereich der „Architektur- und Ingenieurbüros“ bzw. mit rund 22 % im Bereich „Herstellung von Möbeln“ zu verzeichnen. Besonders niedrig ist der Frauenanteil innerhalb der Vergleichsgruppe mit rund 7 % im „Tiefbau“, aber auch im „Hochbau“ beträgt er nur knappe 10 %.

 
Unselbstständig Beschäftigte im Bau, Baunebengewerbe, Holz und Gebäudetechnik, 2011 bis 2018
Diagramm
Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung, Grafik: AMS Österreich.

 
Arbeitskräfte-Nachfrage: Österreich gesamt
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
Berufsfelder Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
Prognose derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room)
 2018    2017
AMS eJob-Room-Inserate
 2018    2017
aktuell
zwei Pfeile nach rechts Bautechnik, Hochbau, Tiefbau Pfeil nach oben 2 Quadrate7.390 5.971 16.218 13.160 4.004
zwei Pfeile nach rechts Innenausbau, Raumausstattung Pfeil nach oben 2 Quadrate768 681 5.363 4.897 1.420
zwei Pfeile nach rechts Gebäudetechnik Pfeil nach oben 1 Quadrat3.931 3.411 7.657 6.891 1.515
zwei Pfeile nach rechts Planungswesen, Architektur gleichbleibend 1 Quadrat445 432 268 204 57
zwei Pfeile nach rechts Tischlerei, Holz- und Sägetechnik gleichbleibend 1 Quadrat2.213 1.985 8.139 7.611 1.832
zwei Pfeile nach rechts Anlern- und Hilfsberufe Bau, Holz Pfeil nach unten 1 Quadrat667 546 6.625 5.223 1.246


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2022.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate 2018 bzw. 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS eJob-Room-Inserate, aktuell:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom 29.05.2020.
© AMS Österreich Juli 2019