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TRENDS IM BERUFSBEREICH

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Arbeitsmarkttrends

Konjunktur- und Beschäftigungsaufschwung in der IT setzt sich fort

Trotz einer teilweise rückläufigen Nachfrage in manchen Berufsfeldern des Bereichs „Informationstechnologie“ (IT) gestalten sich im Prognosezeitraum bis 2018 sowohl die Konjunktur-, wie auch die Beschäftigungsaussichten generell günstig. BranchenexpertInnen erwarten, dass der IT-Markt in Österreich weiter wachsen wird. Zuwächse werden vor allem in den Bereichen Cloud-Computing, Apps und mobile Anwendungen, Datenmanagement und bei Sicherheitslösungen erwartet.
 
Erholung nach der Wirtschaftskrise
Nach dem dramatischen Rückgang der Nachfrage nach IT-MitarbeiterInnen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 haben sich die Beschäftigungsaussichten kontinuierlich verbessert. Seit Anfang 2012 gibt es mehr offene Stellen als vor der Krise. 2014 blieb die Nachfrage nach IT-Berufen sehr hoch und dieser Trend dürfte sich – den Einschätzung des „it-indikators“ (ein Stellenanzeigen-Monitor für IT-Jobs) zufolge auch 2015 weiter fortsetzen.
 
Großer Bedarf an IT-Fachkräften
Aus der Studie „IT-Qualifikationen 2025“, die das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Wirtschaftskammer Wien (WKW) durchgeführt hat, geht hervor, dass die befragten Unternehmen einen anhaltend hohen Bedarf an IT-Fachkräften haben. Insbesondere hoch qualifizierten AbsolventInnen von Fachhochschulen und Universitäten werden sehr gute Arbeitsmarktchancen attestiert.
 
Neue IT-Projekte geplant
Zahlreiche Unternehmen geben nun an, länger zurückgestellte Investitionen in die Optimierung und Beschleunigung von internen Abläufen mittels IT und in die Sicherheit zu planen. Für diese neuen IT-Aufgaben werden auch neue MitarbeiterInnen benötigt, was sich günstig auf die Beschäftigungssituation für IT-Fachkräfte, v.a. aus den Berufsfeldern „Analyse und Organisation“ auswirkt. Im Berufsfeld „Softwaretechnik und Programmierung“ ist sogar mit stark steigender Nachfrage, besonders nach ProgrammiererInnen, zu rechnen.
 
Sehr niedriger Frauenbeschäftigung in der IT
Am österreichischen IT-Arbeitsmarkt fällt auf, dass der Frauenanteil mit 14 % im internationalen Vergleich niedrig ist. Auch unter den AbsolventInnen von IT-Ausbildungen sind Frauen mit einem Anteil von rund 26 % deutlich unterrepräsentiert. Aufgrund bevorstehender Pensionierungen und nachfolgender geburtenschwacher Jahrgänge wird etwa ab 2016 ein zunehmender Fachkräftemangel erwartet. Mehr Frauen für IT-Berufe zu begeistern wird deshalb eine Herausforderung darstellen, da durch eine steigende Frauenbeschäftigung im Berufsbereich der Fachkräftemangel wenigstens teilweise kompensiert werden könnte.
 
Neue Technologien und NutzerInnenbedürfnisse
Ein Thema, das bei den KonsumentInnen immer wichtiger wird, ist das „Mobile Computing“. Die diversen mobilen Computernutzungen über Mobiltelefon oder Notebook haben stark an Bedeutung gewonnen. Die Entwicklung von Anwendungen („Apps“) für die Gruppe der mobilen InternetnutzerInnen ist daher sehr zukunftsträchtig und es gibt starke Bemühungen, im Raum Wien-Bratislava einen Cluster für IT-Unternehmen, die sich der App-Entwicklung verschrieben haben, anzusiedeln.
 
„Big Data“: Datenflut als Herausforderung
Mit der Verarbeitung von Daten aus Forschung sowie öffentlichen und privaten Institutionen steht der IT-Branche, wie ExpertInnen des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT (UBIT) berichten, eine günstige Auftragslage bevor. So wurden 90 % aller digitalen Daten in den letzten zwei Jahren erzeugt. Für die Wartung und Organisation dieser riesigen Datenmenge werden nun innerhalb des Prognosezeitraumes bis 2018 zahlreiche SpezialistInnen aus dem Berufsfeld „Datenbanken“ gebraucht.
 
E-Government führt zu steigenden IT-Investitionen
Den Ergebnissen einer Studie des Marktforschungsinstituts International Data Corporation (IDC) zu Folge, ist innerhalb des Beobachtungszeitraumes bis 2018 mit erhöhten IT-Ausgaben in der Finanzbranche, in der Industrie sowie in der öffentlichen Verwaltung zu rechnen. Für Letztere ist insbesondere der Ausbau von E-Government-Angeboten ein Thema: Über einen reinen Internetauftritt hinaus soll sich E-Government zunehmend zu einer Plattform entwickeln, über die sämtliche Amtswege online abgewickelt werden können. Die damit verbundene Vernetzung aller Kommunal- und Landesbehörden wird hohe IT-Investitionen nach sich ziehen. Besonders Arbeitssuchende können davon in den Berufsfeldern „Analyse und Organisation“ und „Datenbanken“ voraussichtlich profitieren.
 
Unternehmen lassen IT-Aufgaben lieber im Inland erledigen
Auslagerungen (Outsourcing) von Softwarearbeiten nach Osteuropa, Indien oder China sind immer wieder ein Thema. BranchenexpertInnen beurteilen die Lage in Österreich aber recht entspannt: Während Standardsoftware-Programmierleistungen zwar oft in Niedriglohnländern durchgeführt werden, besteht für komplexere IT-Dienste die Möglichkeit der Auslagerung nur in geringem Ausmaß. Nicht einmal jede dritte österreichische Führungskraft würde, laut einer Umfrage, andere Betriebe mit den Tätigkeitsfeldern Betrieb, Support und Wartung beauftragen. Ebenso werden die Systembetreuung und diverse Netzwerkservices (Berufsfeld „EDV- und Netzwerktechnik“) weiterhin hauptsächlich im Inland abgewickelt.

Kurztext

 

Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: _alt_20150702_Informationstechnologie

Fast dreimal so viele männliche wie weibliche Beschäftigte

Dieser Berufsbereich ist eindeutig männlich dominiert, Frauen stellen lediglich 27 % der Beschäftigten. Vergleichsweise am meisten Frauen arbeiten im Bereich „Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten, Webportale“ (30 %).

Mehr Gender Informationen

 
Entwicklung der unselbstständig Beschäftigten im Bereich
Diagramm
Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung, Grafik: AMS Österreich.

 
Beschäftigungsprognose und Arbeitskräfte-Nachfrage in Online-Inseraten und AMS
... in der Berufsobergruppe Beschäftigte Arbeitskräfte-Nachfrage
_alt_20150702_Informationstechnologie prognostiziert derzeit Online-Inserate (exkl. eJob-Room) AMS-Stellen
    2017 2016 2017 2016 aktuell im eJob-Room

zwei Pfeile nach rechts Offene Stellen im eJob-Room


Beschäftigte prognostiziert
für das Jahr 2018.
steigend
zwei Pfeile nach oben
tendenziell steigend
Pfeil nach oben
gleichbleibend
Pfeil gleichbleibend
tendenziell sinkend
Pfeil nach unten
sinkend
zwei Pfeile nach unten
Beschäftigte derzeit:
Anteil der Beschäftigten innerhalb des Berufsbereichs
hoch
3 Quadrate
mittel
2 Quadrate
niedrig
1 Quadrat
Arbeitskräfte-Nachfrage Online-Inserate (exkl. eJob-Room) 2017
aus: 3s Unternehmensberatung GmbH; Online-Stelleninserateanalyse 2017

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS 2017 und 2016
aus: AMS Statistik; beim AMS gemeldete freie Stellen, Gesamtjahr 2017 bzw. 2016.

Arbeitskräfte-Nachfrage AMS, aktuell im eJob-Room:
Anzahl der im AMS-eJob-Room angebotenen Stellen vom .
© AMS Österreich Juni 2018